Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Samstag, 2. Juni 2012

Heimdall – Wächter der Götter




Heimdall (Heimdallr, nord. „der Hellerleuchtende”, auch Iring, Rig) ist ein Schutzgott der nordischen Mythologie und Gott des morgendlichen Sonnen- und Tageslichtes. Heimdall ist Sohn von gleich neun Müttern, den Aegirstöchtern. Heimdall wohnt in den Himmelsbergen Himingbjörg (Himmelsburg), sein Vater ist Odin. Ursprünglich war er vermutlich ein allwissender Himmelsgott. Er wird auch als Widdergott bezeichnet. Ihm ist der Widder heilig (von dessen Kult sich überall im germanischen Bereich Spuren finden). Seine Gemahlin soll Modiv sein und mit ihr soll folgende Nachkommen haben Jarl, Karl und Thrall. (Quelle?)
Der Götterwart Heimdall braucht „weniger schlaf als ein Vogel, sieht bei Nacht wie bei Tag hundert meilen weit und hört das Gras auf der Erde und die Wolle auf den Schafen wachsen.”
(GRIMM, Deutsche Mythologie, 1. Bd., 1878)
weitere Bilder von HeimdallIm Munde trägt er Zähne aus Gold (darum wird er auch Hallinskidi und Gullanstanni genannt), auch der Name seines Pferdes, Gulltoppr („Goldzopf”), deutet auf dieses Material hin.
Heimdall ist wie Balder ein gütiger und lichter Gott. Er ist „Wächter der Götter”. Er hütet die himmlische Brücke des Regenbogens Bifröst. Sein Horn Gjallarhorn liegt unter Yggdrasills Wurzel bewahrt. Einst wird Heimdall durch Blasen des Gjallarhorns den Beginn von Ragnarök ankündigen.
Heimdalls erbitterter Feind ist Loki. Heimdall und Loki sind die totalen Gegensätze. Während Loki böse und hinterlistig ist, ist Heimdall gutmütig, sanft und weise. Zu Ragnarök werden die beiden Erzrivalen aufeinander treffen. Im Zweikampf werden sich beiden Götter töten.
Bis es aber soweit ist, wird Heimdall in Ruhe sein behagliches Heim Himmelsburg genießen und dort dem herrlichen Mete frönen (Edda, Grimnismal, 13).
In der Voluspa bezeichnet die Seherin Heimdall als Stammvater der Menschen.
„Gehör heisch ich
heilger Sippen,
hoher und niedrer
Heimdallsöhne:
du willst, Walvater,
dass wohl ich künde,
was alter Mären
der Menschen ich weiss.”
Edda, Voluspa, hier zit. n. F. Genzmer
Im Merkgedicht von Rig (Rigspula) ist wohl Heimdall derjenige, der die Menschen besucht und ihnen die ständische Ordnung gibt, mit Knechten, Freien, Kriegern, Weisen und dem König, siehe Rig.
„Von seinem cultus zeugen norwegische ortsnamen Heimdallarvattn, ein see in Guldbransdalen (…), und Heimdallshoug, ein berg in Nummedalen (…); beider geschieht in den altn. sagen keine meldung.”
Das Motiv eines Hornbläsers, der den letzten Kampf ankündigt, ähnelt den das Jüngste Gericht ankündigenden Engeln der christlichen Endzeit (Offb. 8,6ff.).