Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Montag, 11. Juni 2012

Nordische Mythologie

Am Anfang waren Kälte und Hitze Der Weg nach Norden -Norwegen- wurde immer als schwer zu finden betrachtet, beschwerlich zu gehen und gepflastert mit unsäglichen Gefahren. Für die Schriftsteller der Antike war Norwegen ein Märchenland - Ultima Thule, bevölkert von wilden Barbaren und voll von merkwürdigen und phantastischen Wesen.

Der Grieche Pytheas erzählt (im 4. Jahrhundert v.Chr.) von einem Ort, an dem die Naturgesetze nicht zu gelten scheinen, wo Erde und Wasser sich vermischen, und wo alles frei herumzuschweben scheint. Und der berühmte Historiker Herodot klagt, es sei eigentlich gänzlich unmöglich, irgend etwas von diesen nördlichen Gegenden zu beschreiben, weil man ganz einfach seine Hand nicht vor Augen sehe. Das liege an all den weißen Federn, die einem ununterbrochen ins Gesicht flögen, sagt er; die Luft sei voll von solchen weißen Federn, und sie lägen wie ein dichter Teppich auf dem Erdboden. Vermutlich müssen wir diese Aussage als den ein wenig mißglückten Versuch eines Südländers deuten, einen Schneesturm zu schildern... Es stimmt jedoch: Norwegen hat immer schon mehr als genug Eis und Schnee gehabt. Ein großer Teil des Landes liegt nördlich des Polarkreises. Und obwohl sich das Eis schon vor langer Zeit aus unseren Gegenden zurückgezogen hat, dauerte die Eiszeit in Norwegen länger als an den meisten anderen Orten der Welt. Auch das sogenannte "Heidentum" hielt sich hier im Norden länger als andernorts. Während das übrige Europa bereits seit tausend Jahren christianisiert war, beteten wir hier oben weiterhin unsere alten "heidnischen" Götter an. Wikinger wurden sie genannt, die alten Norweger, die um das Jahr 1000 Europas Küsten unsicher machten und Schrecken und Grauen bis nach London und Paris und weit ins Mittelmeergebiet verbreiteten, die wilden und gnadenlosen "Barbaren", die nicht gerade einen großen Bogen machten, um Kirchen und Klöster zu plündern... War ihnen denn nichts heilig? Was glaubten sie selbst, diese blonden Seeräuber? In diesem kurzen Artikel wird versucht, einen Umriß von der alten nordischen Mythologie zu zeichnen - so wie wir sie aus der Lieder-Edda kennen - der mächtigen Götterdichtung, die vor tausend Jahren entstand (niemand weiß, von wem), und die in isländischen Pergamenthandschriften aus dem 13. Jahrhundert erhalten ist.

Haben diese alten Erzählungen auch für uns heute noch Bedeutung?
Mythen und Märchen werden nie inaktuell. Sie handeln nämlich nicht nur von "damals" und "zu der Zeit". Genauso gut können sie von "jedesmal" und "zu allen Zeiten" berichten. Und die nordische Mythologie gehört - meiner Meinung nach - ganz einfach zu den spannendsten, originalsten und den am stärksten zum Nachdenken zwingenden Versuchen, die es überhaupt gibt, unsere innere und äußere Wirklichkeit zu beschreiben - mit Worten und poetischen Bildern Leben und Dasein einzufangen.

Wie entstand die Welt?
Am Anfang waren Kälte und Hitze. Auf der einen Seite die Gegend Niflheim (Nebelheim) mit Frost und Nebel. Auf der anderen Seite Muspellsheim, ein Meer von lodernden Flammen. Zwischen ihnen war nichts. Nur eine große, gähnende Schlucht, Ginnungagap. Hier in dieser gewaltigen Leere - mitten zwischen Licht und Dunkel - sollte alles Leben seinen Anfang nehmen. In der Begegnung zwischen Eis und Feuer... Denn langsam begann der Schnee zu schmelzen, und geformt von der Kälte, aber von der Hitze zum Leben erweckt, entstand ein seltsames Wesen - der Frostriese Ymir. Ein größerer Riese hat nie gelebt. Da, wo das Eis schmolz, formten die Tropfen auch ein anderes Wesen - eins mit Euter und Hörnern, eine riesige Kuh. Sie hieß Audhumla. Ihre überreichliche Milch floß in mächtigen Strömen aus ihren gewaltigen Zitzen. Auf diese Weise fand Ymir Nahrung. Aber wovon nährte sich die Kuh? Sie beleckte die in ihrer und des Riesen Umgebung umherliegenden Eisblöcke, die salzig waren. Dann aber geschah etwas Merkwürdiges: Als sie die Blöcke beleckte, kam aus einem von ihnen plötzlich langes Menschenhaar hervor! Am nächsten Tag kamen ein Kopf mit einem Gesicht hervor! Und am dritten Tag legte sie beim Lecken den ganzen Körper frei... Es war ein Mann. Er war hochgewachsen und schön. Buri war sein Name - und von ihm stammen die Götter ab, die wir Asen nennen. Der Riese Ymir bekam Kinder mit sich selbst. Als er schlief, fing er an zu schwitzen... und da wuchs ihm unter seinem linken Arm Mann und Weib. Ymirs Beine wollten seinen Armen offensichtlich in nichts nachstehen... seine Füße paarten sich, und ein Sohn mit sechs Köpfen wurde geboren. Das ist der Ursprung der Geschlechter der Hrimthursen, die wir Trolle und Riesen nennen können, die wir jedoch auch unter dem Namen Jöten kennen. Den verschiedenen Geschöpfen muß es lange gelungen sein, in Frieden miteinander zu leben. Sie bekamen jedenfalls Kinder miteinander... Odin - er, der später aller Götter Oberhaupt wurde - ist der Sohn der Riesen-Tochter Bestla und von Bur, dem Sohn von Buri. Es wimmelt sozusagen von Jöten. Und eines Tages üben Odin und seine Brüder - Wili und We - den Aufstand gegen Ymir und sein Geschlecht. Es kommt zu einem schweren Kampf; Odin und seine Brüder aber siegen. Sie töten Ymir - und aus seinen Wunden ergießen sich Ströme von Blut über die Feinde der Asen, in denen sie nahezu alle ertrinken... alle, bis auf zwei. Von diesem Riesen-Paar, das in die Nebelwelt flüchtet und sich dort versteckt, stammen alle späteren Hrimthursen-Geschlechter ab... Auch Audhumla - die erste Kuh - muß über die Kante in den Abgrund hinuntergespült worden sein, denn nach diesem Blutbad hat nie wieder jemand von ihr gehört oder sie gar gesehen... Die Asen schleppen den toten Ymir bis in die Mitte der Schlucht Ginnungagap - in die große Leere. Dort legen sie ihn wie einen Deckel über den Abgrund. Hier erschaffen sie die Welt - aus der Leiche des Riesen. Sein Blut wird zum Meer. Sein Fleisch zur Erde. Seine Gebeine werden zu Gebirgen und Klippen. Die Zähne und zersplitterte Knochenreste werden zu Steinen und Geröll. Die Haare zu Bäumen und Gras. Sein Gehirn werfen die Götter hoch in die Luft. Auf diese Weise entstehen die Wolken. Und der Himmel? Er entsteht aus seiner Schädeldecke..., die sie wie ein Gewölbe, eine Kuppel über alles Erschaffene stülpen. Danach fangen die Götter Funken aus dem heißen Muspellsheim ein und setzen sie an den Himmel. Dort hängen sie jetzt und funkeln. Auf der Innenseite dessen, was einst des Riesen Ymir Schädel war... So wurden die Sterne erschaffen. Aus Ymirs Leiche kriechen kleine Würmer. Sie sind der Ursprung der Zwerge, der Unterirdischen, die in Grotten und Höhlen leben. Die Asen wählen vier von ihnen, die das Himmelsgewölbe tragen, die vier Ecken der Welt bewachen sollen. Diese Zwerge heißen: Osten, Westen, Norden und Süden. So bekommt alles Ziel und Sinn.

Wie wurde der Mensch erschaffen?
Als Odin und seine Brüder Wili und We einmal am Meeresstrand entlanggehen, finden sie zwei an Land gespülte Baumstämme. Sie nehmen die Stämme und schaffen Menschen daraus. Odin ist es, der ihnen Leben einhaucht, so daß sie selbst atmen und leben können. Wili gibt ihnen Verstand und Bewegung. We gibt ihnen Antlitz, Sprache, Gehör und Gesicht. Sie geben ihnen Wärme und Farbe. Jetzt sind die Stämme kein Treibholz mehr; sie sind Mann und Frau. Die Asen geben dem Mann den Namen Ask ("Esche") und der Frau den Namen Embla (vielleicht "Ulme" oder "Rebe"). Von ihnen stammen alle Menschen ab.

Wie entstand die Zeit?
Am Anfang gab es keine Zeit. Alles steht seltsam still. Aber die Asen geben der Riesen-Frau Nacht und ihrem Sohn Tag jeweils ein Pferd und einen Wagen - und setzen sie an den Himmel, so daß sie jeden Tag und jede Nacht um die Welt fahren können. Nacht fährt vorweg. Ihr Pferd heißt Rimfakse. Es hat Rauhreif in der Mähne, und der Tau, der sich jeden Morgen auf Felder und Wiesen senkt, sind Schaumtropfen aus seinem Zaumzeug. Hinter ihr fährt ihr Sohn Tag. Sein Pferd heißt Skinfakse, denn aus der Mähne des Pferdes strahlt und leuchtet es... Auch die Sonne ist jetzt erschaffen - aus Funken aus Muspellsheim, und der Mond hat seine richtige Bahn bekommen. Auch ihnen hat man je ihren Himmelswagen gegeben. Zwei Kinder haben die Aufgabe, darauf zu achten, daß Sonne und Mond nicht von ihren Wagen fallen - und die schnellen Pferde zu lenken. Und hier ist Tempo die Devise! Zwei riesige Wölfe sind ihnen ständig auf den Fersen; sie schnappen nach der Sonne, dem Mond und wollen sie verschlingen! Irgendwann ... irgendwann einmal wird es ihnen vielleicht gelingen...

Man sagt, die Welt ist rund?
Sie ist rund - aber nicht wie ein Apfel oder ein Ball. Die Welt hat die Form eines Kreises... eine dünne, flache Scheibe, wie abgeschnitten vom Ende eines Stücks Holz.

Wo in der Welt wohnen die Asen - und wo wohnen wir?
Am Anfang war alles Urwald und Einöde. Aber die Asen glichen Pionieren. Sie schufen Lebensraum für sich selbst und uns. Midgard nannten sie die Wohnstätte der Menschen, da sie mitten in der Welt liegt. Und im Zentrum von Midgard bauten die Götter - damit die Menschen sich nicht allein und verlassen fühlen sollten - für sich selbst einen gewaltigen Wohnsitz: Asgard - eine mächtige Götterburg, beschützt von dicken Mauern. Um dorthin zu gelangen, muß man über den Regenbogen reiten - eine Brücke aus loderndem Feuer. Auch um Midgard herum wurde ein Schutzwall angelegt - denn draußen, im Wilden und Unbekannten, herrschen Dunkelheit und unheimliche Kräfte. Hier - in Utgard und Riesenheim (Jötunheim) wohnen Riesen (Jöten) und Trolle. So hat alles seine Ordnung - wie die Jahresringe eines Baums. Und ganz weit draußen - an allen Kanten - wogt das große Weltmeer.

Aber gibt es nicht auch Zwerge und Elfen auf der Welt?
Und ob! Aber auch Zwerge und Elfen haben ihre Wohnstätte. Die Zwerge hausen gewöhnlich in Felswänden und zwischen Felsblöcken, häufig auch im Innern der Erde. An versteckten Orten in Midgard und Utgard. Sie sind tüchtige Schmiede, wobei man ihnen jedoch nie ganz trauen kann... Die Elfen demgegenüber sind sowohl Göttern als Menschen freundlich gesinnt. Alfenheim wird ihr Land genannt. Einige meinen, Alfenheim liege innerhalb der Mauern von Asgard; andere meinen, es sei in Midgard zu finden. Über Zwerge und Elfen herrscht große Unsicherheit. Einige meinen sogar, sie gehören zu ein und demselben Geschlecht und sollten "Lichtalfen" und "Schwarzalfen" genannt werden. Einst gab es noch ein anderes Göttergeschlecht als die Asen - Wanen wurden sie genannt. Sie wohnten in Wanaheim. Ihre Burg aber wurde dem Erdboden gleichgemacht, und kein Mensch weiß heute mehr, wo dieser Ort liegt...

Hat die Welt ein Zentrum?
Mitten in Midgard liegt Asgard - und mitten in Asgard haben die Götter einen "Hofbaum" gepflanzt, eine riesige Esche, genannt Yggdrasil. Eine ihrer Wurzeln liegt in Asgard, eine weitere in Riesenheim und eine dritte in Niflheim. Ihre Zweige ragen so weit, daß sie die ganze Welt überschatten. Yggdrasil ist das Zentrum der Welt - und solange der Baum grün ist und fruchtbar und neue Triebe trägt - so lange wird die Welt bestehen.

Wer kennt das Schicksal; wer kann Kommendes voraussehen?
In unmittelbarer Nähe einer Quelle in Asgard leben drei Schicksalsgöttinnen - Urd, Werdandi und Skuld. Sie werden Nornen genannt. Die Nornen kennen das Schicksal eines jeden lebenden Wesens, und sie wissen, wie es einem jeden ergehen wird. Manche meinen, es gebe mehr Nornen als diese, unter Elfen und Zwergen. Auch unter den Menschen gebe es Frauen, die mehr sehen als andere. Eine solche Seherin oder Sibylle wird Wölva genannt. Der Name bedeutet "Stabträgerin". Ihr Stab ist Symbol für ihre übernatürlichen Kräfte. In Trance kann sie mit der Geisterwelt Verbindung aufnehmen. Sie kennt zahlreiche wirkungsvolle Zauberlieder.

Wie heißen die wichtigsten Götter?
Odin ist der wichtigste unter den Asen. Er ist weise und des Zauberns mächtig; er ist der König der Götter. Der Mittwoch ist sein Tag (norw. onsdag - Odins Tag). Seine Frau heißt Frigg, und ihr Tag ist der Freitag (norw. fredag - Friggs Tag). Sein Pferd heißt Sleipnir. Es hat acht Beine. Odin besitzt zwei Raben - Huginn und Muninn. Jeden Morgen fliegen sie über die Welt, um zu sehen und zu hören, und am Abend kommen sie heim, um Odin alle Neuigkeiten zuzutragen. Sein Speer heißt Gungnir; er trifft jedes Ziel. Von Odins Ring - Draupnir (Träufler) - tropfen jede neunte Nacht acht gleich prachtvolle Ringe ab. Odin hat nur ein Auge, das zweite verpfändete er einst in seiner Jugend an den Riesen Mimir, um aus der wunderbaren Quelle der Weisheit trinken zu dürfen, die Mimir bewachte. (Bei einer späteren Gelegenheit wurde Mimir enthauptet; Odin aber fand das blutige Haupt des Riesen und salbte es mit heilenden Kräutern. Die Augen öffneten sich sofort, und der Mund konnte wieder Worte formen. Seitdem war Mimirs Kopf einer der besten Berater Odins...) Odins Sohn Thor ist der zweit mächtigste der Götter. Der Donnerstag (norw. torsdag - Thors Tag) ist sein Tag. Thor ist stark und hitzig - und geht nie der Möglichkeit aus dem Weg, mit Riesen oder Trollen einen Kampf auszufechten. Obwohl Tyr (norw. tirsdag - Tyrs Tag) ihn vielleicht an Mut übertrifft, gibt es auf der ganzen Welt niemanden, der so stark wäre wie Thor. Und sein Hammer - Mjöllnir - ist die gefährlichste Waffe im Himmel und auf Erden. Thor kann ihn so klein oder so groß machen, wie es ihm gefällt. Wirft er den Hammer, trifft dieser alles, was der Gott anvisiert und - kehrt immer in seine Hand zurück. Wenn Thor sich auf Reisen begibt, spannt er Böcke statt Pferde vor seinen Wagen. Selbst wenn die Böcke am Abend geschlachtet werden, sind sie am nächsten Morgen wieder quicklebendig - vorausgesetzt, man achtet genau darauf, beim Essen keinen einzigen ihrer Knochen zu brechen und alle Reste zu sammeln und sie nach Beendigung der Mahlzeit wieder fein säuberlich in ihr Fell zurückzulegen. Wenn Thors Wagen am Firmament entlangfährt, haben wir Gewitter - (Thor = Donar = Donner). Sif heißt seine Frau. Ihr Haar ist aus Gold, und von allen Asinnen, den nordischen Göttinnen, ist es nur die Liebesgöttin Freyja, die schöner ist. Sie ist es auch, die die Asen das Zaubern lehrte. Sie besitzt ein magisches Falkengewand, dank dessen sie sich jederzeit in den Raubvogel verwandeln kann; und auf Ausfahrten läßt sie ihren Wagen mit Vorliebe von einer Meute Katzen ziehen. Jeder, der in Herzensangelegenheiten Rat und Trost sucht, wendet sich an Freyja, aber sie kann nicht helfen, hat die Liebesgöttin selbst doch einen für Zeit und Ewigkeit währenden Liebeskummer! Ihr eigener Ehemann hat sie verlassen und ist seiner Wege gegangen (niemand weiß, wohin). Freyja weint oft bittere Tränen um ihn, und jedesmal sind ihre Tränen aus reinstem Gold... Freyjas Bruder heißt Frey. Der Name bedeutet "der Herr" oder "der Vornehmste". Er ist der Gott der Fruchtbarkeit. Eigentlich stammen sowohl er als auch Freyja aus dem Geschlecht der Wanen (das heißt, sie gehören zu den Göttern, mit denen die Asen einst am Anfang aller Zeiten um die Weltherrschaft kämpften). Das Geschwisterpaar kam ursprünglich, zusammen mit seinem alten Vater, als Geiseln zu den Asen... Frey besitzt den phantastischen Eber mit den goldenen Borsten, Gullinborsti - das Schwein, das sich zu Lande, zu Wasser und in der Luft gleich gut bewegen kann! Und er besitzt das magische Schiff Skidbladnir, das immer nur in achterlichem Wind segelt und das man nach Verwendung wie ein Tischtuch zusammenfalten und in einen Beutel stecken kann. Bei den Göttern in Asgard gibt es zahlreiche andere herrliche Schätze; am kostbarsten sind die magischen Äpfel, die die Göttin Idun hütet - die Äpfel der ewigen Jugend, von denen die Götter hin und wieder ein Stück essen müssen, um nicht alt und gebrechlich zu werden. Odin hat viele Söhne. Es hat keinen Sinn, sie alle zu nennen. An Heimdall kommen wir jedoch nicht vorbei. Er wurde vor Urzeiten auf wunderbare Weise von neun (!) Riesen-Mädchen geboren und ist der Wächter der Götter. Er wohnt am Himmelsberg und bewacht die nach Asgard führende Regenbogenbrücke Bifröst. Heimdall braucht weniger Schlaf als ein Vogel; er sieht nachts ebenso gut wie am Tage und kann das Gras wachsen hören... Heimdall besitzt das Horn Gjallarhorn, in das er am letzten Tag blasen soll, um die Asen zum letzten großen Kampf gegen Trolle und dunkle Mächte zu den Waffen zu rufen. Balder ist der Sohn von Odin und Frigg. Er ist bekannt für seine Freundlichkeit, Milde und Klugheit. Balder hat schlechte Träume und fürchtet sich davor, zu sterben; aber dank seiner Mutter - die mächtigste aller Göttinnen von Asgard - schwören alle belebten Wesen und unbelebten Dinge, daß sie ihm niemals etwas antun werden. In Asgard vergnügen sich die Götter nun damit, spielerisch auf Balder zu schießen, da er ja weder getötet noch verwundet werden kann. Frigg jedoch hatte vergessen, den Mistelzweig zu befragen - ihrer Meinung nach war er zu klein und unansehnlich. Das kommt dem Intriganten Loki zu Ohren, und mit List stachelt er den blinden Höd dazu an, Balder zu erschießen. Die Asen senden berittene Boten ins Totenreich, damit sie um Balders Rückkehr bitten. Hel, die Königin des Totenreichs sagt, wenn die ganze Welt um Balder weine, solle er wieder lebendig werden. Und alle Dinge und alle Wesen - selbst Steine und Bäume -versuchen (vergeblich), den Toten ins Leben zurückzuweinen.

Wer sind Götter und dabei Feinde der Menschen?
Man kann sie Hrimthursen oder Trolle und Riesen (Jöten) nennen. Sie wohnen in Utgard und Riesenheim (Jötunheim) - in der Einöde und im rauhen Gebirge. Sie sind die Chaoskräfte, häufig große und starke Kerle. Der einzige unter den Asen, der ihnen wirklich gewachsen ist, ist der Donnergott Thor. Die Riesen aber sind wie niemand sonst der Zauberkünste mächtig. Einmal zum Beispiel schufen sie aus Lehm einen mächtigen Raufbold - ein künstliches lebendes Wesen mit furchterregendem Aussehen - neunzig Meilen groß und mit dreißig Meilen Brustumfang! Die Jötun-Frauen werden Riesinnen genannt. Ihre Reittiere sind Wölfe, deren Zaumzeug aus Kreuzottern besteht. Sie können häßlich sein wie die Nacht und echte Monstren, aber sie können auch unglaublich schön sein... und so herrlich, daß selbst Odin sich mehr als einmal zur Brautwerbung und wilden Liebesabenteuern hat verlocken lassen.

Eigentlich aber sind wohl Loki und seine Kinder weit gefährlicher?
Loki ist der Unruhestifter und Intrigant. Ursprünglich ein Riese, hat er jedoch in jungen Jahren sein Blut mit dem Odins vermischt und wurde deshalb in den Kreis der Asen aufgenommen. Loki ist ein Spaßvogel, mit dem es am Ende jedoch aus und vorbei ist. Er verrät die Asen und ist die Ursache für Balders Tod. Dafür wird er bestraft, indem er gefesselt wird - mit einer Schlange über sich, die giftigen und ätzenden Eiter auf sein Gesicht tröpfelt. Seine Frau Sigyn demgegenüber ist treu. Geduldig steht sie neben ihm, eine große Schüssel haltend, die den tödlichen Eiter auffangen soll. Ab und zu aber muß sie sich entfernen, um die Schüssel zu leeren. Dann tropft der Eiter direkt auf Lokis Gesicht, und er schüttelt den Kopf so stark, daß die ganze Erde bebt. Das ist es, was man Erdbeben nennt. Loki hat Kinder in Asgard. Außerdem aber hat er andere und dabei seltsamere Sprößlinge. Mit der Riesin Angrboda ist er Vater des Fenriswolfs, der Midgardschlange Jörmundgand und der Hel, der Göttin des Totenreichs. Und mit dem Hengst Swadilfari wurde er Mutter (!) des Pferdes Sleipnir. Der Fenriswolf ist ein regelrechtes Monstrum von einem Wolf. Er wuchs in Asgard auf, wurde aber sehr bald riesengroß, wild und wahnsinnig, so daß nur der Gott Tyr es wagte, ihm Futter zu geben. Den Asen gelang es, die Zwerge zu beauftragen, gleichsam in Maßarbeit eine Fessel herzustellen, wobei sechs Bestandteile Verwendung finden sollten: der Schall des Katzentritts, der Bart der Frauen, die Wurzeln der Berge, die Sehnen der Bären, der Atem der Fische und der Speichel der Vögel (deshalb haben die Katzentritte keinen Schall mehr, die Frauen keinen Bart usw.). Und mit List gelang es ihnen, den Wolf so fest zu fesseln, daß er sich kaum rühren konnte, und es wurde ihm ein Schwert in den Rachen geklemmt, so daß er nur bewegungslos dasteht mit weit geöffnetem Rachen, ohne zubeißen zu können. Erst am Weltenende wird er sich endlich losreißen... Das zweite Kind, das Loki mit der Riesen-Frau Angrboda bekam, war eine Schlange. Die Asen warfen sie ins Meer, wo sie mit der Zeit so unbeschreiblich groß wurde, daß man sie von da an Midgardschlange nannte - da sie die ganze Menschenwelt umgibt und sich selbst in den Schwanz beißt. Dennoch fragt es sich, ob nicht das letzte der drei Kinder von Loki und Angrboda Asen und Menschen den größten Kummer bereitet hat. Es handelt sich um ein unheimliches Mädchen - halb weiß, halb blauschwarz. Sie wurde aus Asgard verwiesen und ließ sich hoch im Norden nieder. Hier schuf sie ein unterirdisches Totenreich - eine graue, kalte, feuchte Welt. Hel heißt sie, und Hel ist auch der Name ihres Königinnen/Totenreichs. Nach Hel kommen alle, die an Krankheit oder Altersschwäche sterben. Hier "leben" sie ein geborgenes "Schattendasein". Die Todeskönigin selbst erinnert an einen Kadaver, und all ihr Hab und Gut trägt Namen, die an das kalte "Leben" im Grab denken lassen. Wenn man in alten Zeiten meinte, "Wiedergänger" gingen um, hieß es häufig: "Die Pforte zur Hel (Hölle) ist offen." Am letzten Tag werden Hel und ihr Heer von Toten gegen die Asen kämpfen.

Können wir nach dem Tod auch an andere Orte kommen?
Diejenigen, die sich auf dem Schlachtfeld tapfer schlagen, kommen nach dem Tod zu Odin oder Freyja. Walküren oder "Kampfjungfrauen" werden die mit Brünnen bekleideten Frauen genannt, die der Götterkönig entsendet, um solche gefallenen Helden zu holen. Die Walküren sind bewaffnet und können durch die Luft reiten. In Asgard teilen Odin und Freyja den Kriegerhaufen unter sich auf. Die eine Hälfte kommt zu Odin nach Walhall und die andere Hälfte zu Freyja nach Volkwang. Vom Leben in Volkwang wissen wir nicht viel. Über das Dasein in Walhall aber gibt es viele Berichte. Auf dem Festungswall dieser riesigen "Soldatenkaserne" dürfen die Helden sich den ganzen Tag lang nach Lust und Laune schlagen, und es spielt keine Rolle, ob sie einen Arm oder zwei verlieren, denn am Abend erheben sie sich wieder unversehrt und im Besitz aller ihrer Glieder. Als Freunde und in gütlichem Einvernehmen ziehen sie in den mächtigen Festsaal ein, wo schöne Walküren ihnen Met einschenken und gekochtes Schwein servieren. Und das Schwein selbst, das sie verzehren, ist ziemlich einmalig. Sährimnir heißt es. Jeden Tag wird es geschlachtet und verspeist, aber am Abend ist es wieder quicklebendig. Am letzten Tag wird Odin Asen und tote Helden in den letzten großen Kampf gegen Riesen und Mächte der Finsternis führen. Er selbst wird gegen den Fenriswolf kämpfen - und die Bestie wird ihn verschlingen. So die Weissagung.

Können Götter sterben?
Ja, Götter können sterben.

Wie wird die Welt enden?
Gegen Ende der Zeit werden Mangel und Unfrieden herrschen. Diese Zeit nennt sich Ragnarok oder "Weltuntergang" - das heißt, "die Zeit, in der sich alle Mächte auflösen". Brüder fallen einander in den Rücken, und der Sohn verschont seinen eigenen Vater nicht. Danach werden drei Jahre kommen, die nur ein einziger langer Winter sind, genannt Fimbul. Gebirge stürzen ein, und alle Fesseln werden reißen. Anschließend werden Himmel-Wölfe Sonne und Mond verschlingen. Dabei wird auch der Fenriswolf endlich loskommen. Er wird mit weit aufgesperrtem Rachen durch die ganze Welt laufen. Dabei berührt sein Unterkiefer die Erde, sein Oberkiefer den Himmel. In seinen Augen brennt Feuer, und aus seinen Nasenlöchern züngeln Flammen. Auch Loki wird freikommen. Er wird ein unheimliches Schiff auftakeln - Naglfar, das Schiff, das aus den ungeschnittenen Nägeln toter Menschen gebaut ist. Mit zerfetzten Segeln und einer Besatzung aus verwesten Leichen wird Loki mit diesem Schiff das Totenreich seiner Tochter verlassen... Und die Midgardschlange wird sich aufs Land wälzen. Sie wird sich über Felder und Wiesen vorwärtsschlängeln. Im Süden birst der Himmel. Und aus dem Land dahinter - dem unbekannten und bedrohlichen Muspellsheim, dem Feuerland, das lange bevor Odin und seine Brüder die Welt erschufen existierte - kommt ein gewaltiges Heer von glänzenden Reitern. Sie tragen Flammenschwerter in ihren Händen. Überall da, wo sie heranstürmen, wird alles in Brand gesetzt. Und die große Regenbogenbrücke stürzt ein unter ihrem Gewicht... An der Stelle, die Wigrid-Wall heißt (hundert Meilen breit und hundert Meilen lang) wird die letzte entscheidende und blutige Schlacht stattfinden. Odin wird vom Fenriswolf verschlungen. Thor und die Midgardschlange bringen einander um. Heimdall und Loki ebenso. Die ganze Welt brennt. Selbst Yggdrasil - der große Weltenbaum - steht in Flammen. Wenn der Feuersturm sich ausgetobt hat, ist die ganze Welt eine qualmende Brandstätte. Die verbrannten Reste versinken im Meer und verschwinden.

Und das ist das Ende?
Nein. Aus dem Meer wird sich eine neue Erde erheben, grün und wunderbar. Fruchtbar wie ein Traum. Mit Feldern, die ungesät Früchte tragen. Mit Fisch und Wild im Überfluß. Niemand soll mehr hungern. Denn siehe! Die Sonne hat eine Tochter geboren. Alles Übel hat ein Ende genommen! Die Erde ist reingewaschen. Ein neues Leben kann beginnen! Asgard ist verschwunden. Die alte Götterburg ist dem Erdboden gleichgemacht. Trotzdem versuchen sie, hierher zurückzukommen - die Asen, die im letzten großen Kampf nicht fielen...

Es gibt also Überlebende?
Die Zufälligen - diejenigen, die die Erde erben sollen.

Gibt es auch Menschen unter ihnen?
Ein einziges Menschenpaar hat überlebt. Sie heißen Liv und Livtrase. Sie suchten Zuflucht an einem Ort, an dem der Feuersturm vorbeiraste, ohne sie aufzuspüren. Und das Meer gab sie lebend zurück. Lange Zeit hatten sie sich nur vom Morgentau genährt. Von diesen beiden wird ein neues Menschengeschlecht kommen...


Der Trank der Götter. Der beste und süßeste Met, den die Einherjer in Walhalla mit den Asen trinken
Ägir
Meeresriese, dessen Name ursprünglich für das Meer steht. Seine Gattin ist die Meeresriesin Ran, mit der er neun Töchter zeugt. Er trägt auch die Namen Gymir und Hlér (Wasser)
Alben
( auch Elfen oder Elben) Wesen von kleinem Wuchs und mit übernatürlichen Kräften. Es gibt Lichtalben, die in Alfheim wohnen. Sie sind leuchtender als die Sonne, schön von Wuchs und gütig im Wesen. Die Dunkelalben, auch Zwerge genannt, leben in Schwarzalbenheim unter der Erde. Sie sind schwärzer als Pech und von Natur aus bösartig und durchtrieben
Alfheim
( auch Alben- oder Elfenland) Der Lichtglänzende Wohnsitz der Lichtalben. Es ist eine der neun Welten
Allvater
Einer der Beinamen Odins. Er heißt Allvater, da er der Vater aller Götter ist
Alswinn
(auch Alsvinnr): Eines der beiden Himmelspferde, die den Wagen der Sol ziehen. Das andere heißt Arwakr
Alwaldi
siehe Ölwaldi
Amsvartnir
Der See, auf dem sich die Insel Lyngwi befindet. Hier liegt der Fenrir gefesselt an dem Band Gleipnir
Andhrimnir
Der Koch von Walhall, der im Kessel den Speck des Ebers Sährimnir siedet und damit täglich die Einherjer speist
Andwari
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben
Angeyja
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Angurboda
Eine Riesin, die mit Loki den Fenriswolf, die Midgardschlange und die Todesgöttin Hel zeugte
Apfel
Symbol der Fruchtbarkeit und des langen Lebens. Die Äpfel der Göttin Iduna sind das Mittel für die alternden Asen, jung zu bleiben
Arwakr
Eines der Himmelspferde, die den Wagen der Sol ziehen. Das andere heißt Alswinn
Asen
Männliche Gottheiten. Odin wird als Allvater über den Asen gesehen
Asenpferde
Der zwölf Asen ist eine gleiche Anzahl Hengsten zugeordnet. Das wohl berühmteste Asenpferd ist Sleipnir, das achtbeinige Ross Odins. Die anderen heißen Gulltopp, Gisl, Silfrintopp, Glad, Glen, Sinir, Gyllir, Lèttfeti, Fallhófnir und Skeidbrimir. Der Name des zwölften Asenpferdes, welches Balder gehört, ist nicht bekannt
Asgard
Die Burg der Asen und Asinnen. Es ist ihre Wohn- und Werkstätte, ihr Prunksitz, ihr Gerichtsplatz. Es ist eine der neun Welten
Asgrind
Gattertor von Asgard
Asinnen
Weibliche Gottheiten
Ask
Der erste männliche Mensch. Die Götterbrüder Odin, Wili und We haben Ask aus einem Stück Holz erschaffen
Atla
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Audhumla
Die Urkuh und eines der ersten Lebewesen. Als das Eis in Ginningagap durch die aus Muspell einströmende Hitze schmolz, entstand Audhumla. Von den vier Milchströmen ihres Euters ernährte sie Ymir, den Stammvater aller Reifriesen. Aus den salzigen Eisblöcken, die sie beleckt, kommt das erste menschliche Wesen zum Vorschein: Buri, der Stammvater aller Götter. Seine Enkel Odin, Wili und We wiederum erschaffen das erste Menschenpaar, Ask und Embla
Aurboda
Sie ist die Gattin des Riesen Gymir und die Mutter der Riesin Gerd
Austri
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben, die die vier Himmelsrichtungen repräsentieren. Jeder von ihnen soll an einem Ende der Welt die Schädeldecke von Ymir tragen, aus denen die Asen einst das Gewölbe des Himmels erbauten. Die anderen heißen Nordi, Sudri und Vesti
Balder/Baldr/
Baldur
(auch Baldur, Baldr) Einer der Asen. Er ist der Sohn von Odin und Frigg und der Bruder von Bragi, Hermod und Höd. Mit seiner Gattin Nanna hat er einen Sohn Forseti und ihre Wohnstätte heißt Breidablik. Balder gilt als Innbegriff des Guten und Feind jeden Unrechts. Sein blinder Bruder Höd erschießt ihn unfreiwillig auf den tückischen Rat Lokis hin mit einem Mistelzweig. Nach Ragnaröck werden Balder und Höd gleichzeitig auf die neue Erde gelangen und in Freundschaft miteinander leben
Beli
Einer der Riesen
Bergelmir
Einer der Reifriesen
Bergriesen
Ein Riesengeschlecht. Sie hausen in Gebirgshöhlen und Grotten und lieben die Jagd
Berserker
Kämpfer, die sich selbst in höchste Erregung steigern können
Bestla
Tochter des Riesen Bölthorn und die Gattin von Bor. Sie ist die Mutter der drei ältesten Götter Odin, Wili und We
Beyla
Dienerin von Freyr
Bifröst
Die Asen- oder Götterbrücke, sie verbindet Asgard und Mitgard (Himmel und Erde). Nur die Götter können diese Brücke überschreiten. Von der Erde wird sie als Regenbogen wahrgenommen. Die Brücke wird von dem Gott Heimdall bewacht
Bil
Das von Mani geraubte irdische Mädchen. Sie ist die Tochter von Widfinn und die Schwester von Hjuki. Sie begleitet zusammen mit ihrem Bruder den Mond. Die Namen Bil (Abnehmend) und Hjuki (Zunehmend) kennzeichnen zwei der vier Mondphasen
Bölthorn
Urriese, Vater von Bestla und Großvater von Odin
Bor
(auch Buri) Gatte der Riesentochter Bestla. Vater der drei ältesten Götter Odin, Wili und We
Bragi
Einer der Asen. Er ist ein Sohn von Odin und Frigg und der Gatte von Idun. Bragi gilt als der Gott der Dichtkunst und Patron der Skalden
Breidablik
Wohnstätte des Gottes Balder und seiner Gattin Nanna
Brimir
Ein Saal in Gimble, in dem es Met in Hülle und Fülle gibt. Die Helden Walhallas sollen nach dem Weltuntergang in Brimir wohnen
Brising
(auch Brisingamen, Brisingenschmuck) Halsschmuck der Göttin Freya. Vier kunstfertige Zwerge haben ihn angefertigt und zum Dank dafür durfte jeder eine Nacht bei der Göttin verbringen. Loki wurde daraufhin von Odin beauftragt, den Schmuck zu entwenden, aber Heimdall kann es ihm im zähen Kampf entreißen und gibt es Freya wieder
Brokk
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben
Byleist
Er ist ein Bruder von Loki
Dag
Der Tag. Er ist der Sohn von Delling und Nott. Mit deiner Mutter Nott (Nacht) zusammen umfährt er die Erde. Sie fährt mit ihrem Pferd Hrimfaxi voran und er mit seinem Pferd Skinfaxi hinterher. Skinfaxi, die Leuchtmähne erhellt den Kosmos
Dain
Einer der vier Hirsche, die durch die Zweige der Esche Yggdrasil laufen und ihr Laub fressen. Die anderen heißen Duneyr, Durathor und Dwalin
Delling
Der Morgentau. Er ist der dritte Gatte der Nott. Mit ihr zusammen zeugte er den Dag
Donar
siehe Thor
Draupnir
Odins kostbarer goldener Ring
Dromi
Die Fessel, die die Asen dem Fenrir anlegten, nachdem die erste Fessel (Läding) nichts genutzt hatte. Der Dromi war zwar doppelt so stark, jedoch konnte Fenrir auch diese sprengen
Dunathor
Einer der vier Hirsche, die durch die Zweige der Esche Yggdrasil laufen und ihr Laub fressen. Die anderen heißen Dain, Dwalin und Duneyr
Duneyr
Einer der vier Hirsche, die durch die Zweige der Esche Yggdrasil laufen und ihr Laub fressen. Die anderen heißen Dain, Durathor und Dwalin
Durin
Einer der Zwerge bzw. Schwarzalben
Dwalin
Einer der vier Hirsche, die durch die Zweige der Esche Yggdrasil laufen und ihr Laub fressen. Die anderen heißen Dain, Durathor und Duneyr
Eggdir
Einer der Riesen. Er hält an den Grenzen von Jötunheim Wache
Eikthyrnir
Der Hirsch auf Walhalla, der die Knospen und Zweige des göttlichen Baumes Lärad abfrisst. Aus seinem Geweih fallen so viele Tropfen in den Brunnen Hwergelmir, dass davon die Eliwagar entstehen
Eliwagar
Vorzeitliche Eisströme, die aus dem Brunnen Hwergelmir ins Ginnungagap einfließen. Das Höllengift, welches sie mitführen, gefriert, und der nördliche Teil der Schlucht Ginnungagap füllt sich an mit Reif und Eisschichten, während der südliche Teil, der von den heißen Lüften Muspells durchzogen ist, eisfrei bleibt. Wo sich die kalten und heißen Flüsse treffen, bewirken sie Schmelze, die wiederum den Reifriesen Ymir und die Kuh Audhumla entstehen lässt
Einherjer
Einzelkämpfer. Sie sind die auf der Wallstatt Gefallenen, die Odin durch die Walküren nach Walhalla rufen lässt. Eine Hälfte der Einherjer gehört Odin, die andere Hälfte Frejya
Eir
Göttin der Heilkunst
Eistla
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Eldhrimnir
Ein Fleischkessel, in dem der Koch Andhirmnir den Eber Sährimnir für die hungrigen Krieger in Walhalla siedet
Eldir
Ein Diener und Koch des Ägir
Elfen
siehe Alben
Elfenland
siehe Alfheim
Eljudnir
Wohnsitz der Göttin Hel
Embla
Der erste weibliche Mensch. Die Götterbrüder Odin, Wili und We haben Embla aus einem Stück Holz erschaffen
Eyrgjafa
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Fallófnir
Eines der Asenpferde
Farbauti
Einer der Riesen. Er ist der Vater von Loki und der Gatte von Laufey
Fenrir
(auch Fenris) Er ist der Sohn von Loki und der Riesin Angrboda und ein götterfeindliches Ungeheuer. Seine Geschwister sind die Midgardschlange und die Todesgöttin Hel. Fenrir ist der schreckliche Dämon, der beim Ragnaröck die Asen angreift und den Hauptgott Odin und mit ihm zusammen die Sol verschlingt. Danach wird er von Odins Sohn Widar getötet. Da den Asen dies als Prophezeiung bekannt ist, bemächtigen sie sich des Wolfes und ziehen ihn bei sich auf. Doch niemand außer Tyr wagt es, ihn zu füttern. Weil Fenrir täglich stärker und gefährlicher wird, beschließen sie ihn zu fesseln. Zunächst mit der Kette Läding und als das misslingt mit der zweiten Dromi. Erst ein dritter Versuch, mit den von Zwergen kunstvoll geschmiedeten, unzerreißbaren, magischen Band Gleipnir führt zum Erfolg. Doch Tyr büßt die rechte Hand dabei ein. Mittels der Kette Gelgja wird Fenrir gefesselt und tief in der Erde angeflockt. Als er den Schlund aufreißt, um jeden Nahenden zu beißen, stecken ihm die Asen ein Schwert in den Rachen, so dass der Griff im unteren, die Spitze im oberen Kinnbacken haftet. Fenrir heult fürchterlich, und aus seinem nie versiegenden Geifer, bildet sich der Fluss Wan. Erst beim Ragnaröck kann er sich befreien
Fensalir
Wohnsitz der Göttin Frigg
Feuerriesen
Ein Riesengeschlecht. Sie wohnen in Muspelheim und haben Surt als Herrscher
Fimbulwinter
Der sehr lange und harte Winter, der als Vorbote von Ragnaröck einsetzt. Eigentlich besteht er aus drei unmittelbar hintereinander folgenden Wintern
Fjalar
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben
Fjörgyn
(auch Jörd, Hlodyn) Sie ist als weibliche Gottheit die Mutter Thors und identisch mit der Wald- und Erdgöttin Jörd. Als männliche Gottheit ist er der Vater von Frigg. Vermutlich ist Fjörgyn ein Name der göttlich personifizierten Erde, und aus der weiblichen Gottheit hat sich wohl erst später die männliche Gottheit entwickelt
Folkwang
Wohnsitz der Göttin Freyja
Forseti
Einer der Asen. Gott des Friedens, der Eintracht und der Versöhnlichkeit
Freki
Einer der beiden Wölfe, die als Totentiere des Schlachtfeldes Odins ständige Begleiter sind
Freyja
Sie ist die schönste und mächtigste Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Zärtlichkeit. Sie ist eine Wanin, die Schwester von Freyr, die Tochter von Njörd und die Gattin von Odin. Ihr Wohnsitz heißt Folkwang. Ihre Attribute sind der kostbare Schmuck Brisingamen und das Feder- oder Falkengewand. Als Reittier benutzt sie den Eber Hildeswin. Odin und Freyja teilen sich die toten Krieger. Freyja lehrt die Asen den wanischen Zauber Seid. Ihr werden Liebensbeziehungen mit ihrem Bruder Freyr, mit den Asen und auch mit vier Zwergen nachgesagt
Freyr
Gott des Wachstums, der Ernte, des Friedens und des Wohlstandes. Er ist ein Wane, der Bruder von Freyja, der Sohn von Njörd, der Gatte von Gerd und der Vater von Fjölnir. Er wohnt in Alfheim. Als Reittier benutzt er den goldborstigen Eber Gullinbursti. Er besitzt ein Schiff Skidbladnir, welches sich so klein wie ein Tuch zusammenfalten lässt. Beim Ragnaröck wird er von dem Feuerriesen Surt getötet
Frigg
Sie ist die Göttermutter, die alle Menschenschicksale kennt, auch wenn sie sie nicht weissagt. Sie ist die Gemahlin von Odin, die Tochter des Fjörgyns und die Mutter von Balder. Friggs Wohnsitz heißt Fensalir
Frostriesen
siehe Reifriesen
Fulla
Göttin der Fülle und des Überflusses. Sie ist Dienerin und Vertraute der Frigg
Galar
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben
Gang
Einer der Riesen
Garm
Der Höllenhund, der am Eingang von Hels Wohnsitz Gnipahellir angebunden liegt und die Toten mit lautem Gebell empfängt
Gefjon
Eine jungfräuliche Asin. Sie nimmt alle Jungfrauen nach ihrem Tod bei sich auf
Geirahöd
Eine der Walküren
Gelgja
Der Riegel mit dem die Asen Fenrir festgezurrt haben
Gerd
Sie ist die Tochter des Riesen Gymir und der Riesin Aurboda. Freyr versuchte sie wegen ihrer außerordentlichen Schönheit für sich zu gewinnen. Dafür schickte er seinen Freund Skirnir auf Brautwerbung. Er konnte Gerd aber nicht durch kostbare Geschenke überzeugen, sondern erst durch massive Drohungen
Geri
Einer der beiden Wölfe, die als Totentiere des Schlachtfeldes Odins ständige Begleiter sind
Gilling
Einer der Riesen
Gimle
Ist die herrlichste aller Regionen des Himmels, welche auf dem dritten Himmel nach Süden liegt. Wenn in den Ragnaröck Himmel und Erde vergehen, wird Gimle bestehen bleiben
Ginnungagap
Das gähnende, lautlose Nichts, das vor der Schöpfung des Himmels und der Erde war. In Ginnungagap bildeten sich aus der unbelebten Natur die ersten Lebewesen: der Reifriese Ymir und die Kuh Audhumla
Gisl
Eines der Asenpferde
Gjallerbru
Brücke über die alle Toten zur Hel ziehen müssen. Sie befindet sich an dem Fluss an der Grenze zur Unterwelt und wird von der Riesenmagd Modgud bewacht
Gjallarhorn
Es ist das Wächterhorn des Heimdall. Beim Ragnaröck wird es blasen, um die Asen zum Kampf zu rufen
Gjöll
Fluss an der Grenze zur Unterwelt. Über die Brücke Gjallerbru, welche von der Riesenmagd Modgud bewacht wird, müssen alle Toten zur Hel ziehen
Glad
Eines der Asenpferde
Gladsheim
Gelände in Asgard, wo sich ein Prachtsitz für die Asen befindet. Auch Walhalla steht dort
Glen
Eines der Asenpferde
Glitnir
Wohnsitz des Gottes Forseti
Gna
Eine der Asinnen. Sie ist Dienerin und Botin von Frigg
Gnipahellir
Eine Felshöhle am Eingang zu Hel
Göll
Eine der Walküren
Göndul
Eine der Walküren
Goin
Eine der Schlangen, die an den Wurzeln Yggdrasils nagen
Grabak
Eine der Schlangen, die an den Wurzeln Yggdrasils nagen
Grafwöllud
Eine der Schlangen, die an den Wurzeln Yggdrasils nagen
Greip
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Grid
Eine Riesin mit der Odin den Sohn Widar zeugte
Gudrun
Eine der drei Walküren, die den in der Schlacht kämpfenden Kriegern voranreitet
Gullinbursti
Der goldborstige Eber auf dem der Gott Freyr zu reiten pflegt. Er ist so schnell, dass ihn kein Ross erreichen kann
Gullinkampi
Ein Hahn, der bei den Asen die Einherjer weckt
Gungnir
Odins Speer, welches nie sein Ziel verfehlt
Gunnlöd
Die Tochter des Riesen Suttung, welche hinter einem Berg den Skaldenmet bewacht. Odin, der als Schlange verkleidet in den Berg geschlüpft war, verführt sie. Sie erlaubt ihm daraufhin drei Züge Met zu trinken, aber er trinkt alle Gefäße aus. Daraufhin verfolgt Suttung Odin, der die Adlergestalt eingenommen hat, ebenfalls als Adler. Über Asgard jedoch stürzt Suttung brennend ab
Gullfaxi
Pferd des Riesen Hrungnir
Gulltropp
Eines der Asenpferde
Gullweig
Eine Zauberin der Wanen. Sie weckt in den Asen die Gier nach Gold, sagt ihnen aber nicht wie es zu beschaffen ist. Die Asen verletzen sie mit Spießen und versuchen dreimal sie zu verbrennen. Sie ist Auslöser für den ersten Krieg in der Welt, dem zwischen Asen und Wanen
Gyge
Ein Riesenweib, welches mit Fenris die Wölfe Hati und Sköll zeugte
Gyllir
Eines der Asenpferde
Hati
Der Wolf, der den Mond Mani verfolgt, um ihn zu verschlingen. Er und Sköll, den Verfolger der Sonne, wurden von Fenrir und der Riesin Gyge gezeugt. Hati heißt auch Managarm (Mondhund). Im Ragnaröck erreicht er seinen Zweck und raubt den Mond. Fenrir aber verschlingt die Sonne
Heidrun
Die Ziege in Walhalla. Aus ihren Eutern spendet sie den Einherjern soviel Äl, dass sie davon trunken werden
Heimdall
Einer der Asen. Er ist der Wächter der Götter. Er ist von ungewöhnlicher Herkunft. Odin und die neun Töchter der Ran haben ihn gezeugt
Hel
Das Totenreich Niflhel unter der Esche Yggdrasil, personifiziert in der dunklen Göttin Hel. Sie ist die Tochter von Loki und der Riesin Angrboda. Sie ist die Schwester des Ungeheuers Fenrir und der Midgardschlange. Odin hat sie hinab nach Niflheim gestürzt, wo sie über neun unterirdische Welten herrscht und alle Toten bei sich aufnimmt, die nicht als Krieger in der Schlacht gefallen sind. Voller Hass gegen die Asen residiert sie in Helheim, eingegittert durch Tore und Zäune des Helgrinds. Wer durch dieses Gatter hindurchgegangen ist, gehört endgültig der Totenwelt an. Hels Wohnsitz heißt Eljudnir, ihr Tisch Hungr und ihr Bett Kor. Hel gebietet über die Schlange Niddhögg und den Höllenhund Garm. Ihr Körper ist zur Hälfte menschenhäutig, zur anderen Hälfte schwarzblau und behaart. Mit wem sie vermählt ist, ist unbekannt, doch sie hat viele Kinder, die beim Ragnaröck gegen die Asen kämpfen
Helblindi
Er ist ein Bruder von Loki und ein Sohn von Farbauti und Laufey
Helweg
Der Weg zur Hel
Herfjöt
Eine der Walküren
Hermod
Einer der Söhne von Odin und ein Bruder von Balder. Hermod ist ein Götterbote, gepanzert mit Helm und Brünne. Berühmt ist sein Ritt über den Helweg in die Unterwelt, um mit der Hel über die Entlassung von Balder zu verhandeln
Hild
Eine der Walküren
Himminbjörg
Wohnsitz des Gottes Heimdall bei Bifröst
Hjuki
Der Bruder des von Mani geraubten irdischen Mädchens Bil. Er ist der Sohn von Widfinn. Er begleitet zusammen mit seiner Schwester den Mond. Die Namen Bil (Abnehmend) und Hjuki (Zunehmend) kennzeichnen zwei der vier Mondphasen
Hlidskjalf
Hochsitz Odins, von wo aus er die ganze bewohnte Welt überblickt
Hlin
Eine der Asinnen. Sie steht im Dienste von Frigg und gilt als Göttin des Trostes und der Menschenfreundlichkeit
Hlodyn
Ein anderer Name für Fjörgyn oder Jörd, der personifizierten Erde, der Mutter von Thor
Hlökk
Eine der Walküren
Hnoss
Sie ist die Tochter von Od und Freyja und die Schwester von Gersemi
Höd
Er ist ein Sohn von Odin und Frigg. Unfreiwillig erschießt der Blinde, auf den tückischen Rat Lokis hin, seinen Bruder Balder mit einem Mistelzweig. Balders Halbbruder Wali nimmt Rache und tötet ihn. Nach Ragnaröck werden Balder und Höd gleichzeitig auf die neue Erde gelangen und in Freundschaft miteinander leben
Hoddmimir
Ein Gehölz, in dem das erste Menschenpaar Lif und Lifthrasir den Weltuntergang überdauern
Hofwarpnir
Das Pferd von Gna, welches durch die Lüfte fliegt, auf dem Meer läuft und durch Flammen springt. Seine Eltern sind Hamr und Gardrofa
Hräswelg
Einer der Riesen. Er sitzt als Adlergestalt am nördlichen Himmelsrand und erzeugt durch seine Flügelschläge den Wind
Hrimfaxi
Die Reifmähne. Pferd von Nott. Es betaut am Morgen die Erde mit dem Schaum seines Gebisses
Hrimnir
Einer der Reifriesen
Hringhorni
Schiff des Balder. Nach seinem Tod wird er auf See auf diesem Schiff bestattet
Hrist
Eine der Walküren und Mundschenkin Odins
Hrotti
Ein legendäres Schwert
Hrungnir
Einer der Riesen
Hrym
Einer der Riesen
Hugin
Der Gedanke. Einer der beiden sprechenden Raben Odins, die täglich ausfliegen, um ihm zu berichten, was sie gesehen und gehört haben. Der andere heißt Munin
Hungr
Es ist der Tisch von Hel und bedeutet Hunger
Hwergelmir
Brunnen in Nilfheim, aus dem Die Flüsse sich in alle Welt ergießen. Er ist voller giftiger Schlangen, unter anderen Niddhögg, die größte von ihnen, die an eine der drei Wurzeln Yggdrasils nagt, die bis in den Hwergelmir reichen
Hymir
Einer der Riesen
Hyndla
Eine der Riesinnen
Idavöll
(auch Idafeld) Platz in Asgard, wo Odin und die zwölf Asen alle wichtigen Angelegenheiten besprechen
Idi
Einer der Riesen
Iduna
Sie ist die Gattin von Bragi und die Hüterin der Äpfel, die die Götter verjüngen und ihnen ewige Jugend schenkt
Ifing
Der Fluss, der Asgard von Jötunheim trennt. Er friert niemals zu
Imd
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Isarnköll
Die beiden Blasebälge, welche die Götter unter dem Bug der schnellen Sonnenpferde Alswinn und Arwakr befestigt haben, um sie abzukühlen
Iwaldi
Der Vater der kunstfertigen Zwerge, die den Mjöllnir von Thor, den Draupnir von Odin und den Eber Gullinbursti von Freyr geschmiedet haben
Jarnsaxa
Eine der Riesen
Jarnwid
(auch Eisen- oder Erzwald) Ein Urwald im Gebiet der Riesen. Hier hausen riesige Hexenweiber
Jöten
Ein anderer Name für Riesen
Jötunheim
(auch Thursenheim, Riesenheim) Eine der neun Welten. Die Region der Riesen nordöstlich von Mitgard. Ein besonderer Bezirk innerhalb Jötunheims ist der Erzwald Jarnwid und an seinen Grenzen hält der Riese Eggdir Wacht
Kari
Er ist der personifizierte Wind. Er ist der Sohn des Urzeitriesen Fornjodur. Seine Brüder sind das Wasser Hlér und das Feuer Logi
Kolga
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Kor
Es ist das Bett der Hel und bedeutet Sarg
Kwasir
Ein durch seine Klugheit ausgezeichnetes Menschenwesen, welches aus dem Speichel der Asen und Wanen entstand, als sie zur Bekräftigung ihres Friedensvertrages in ein Gefäß spuckten. Kwasir galt als so weise, dass es keine Frage gab, die er nicht beantworten konnte. Er wurde von den Zwergen Fjalar und Galar getötet. Die beiden ließen dann sein Blut in die Schüsseln Bodn und Son und in den Kessel Odrörir ab, um daraus, mit Honig vermischt, den Skaldenmet herzustellen. Bei den Göttern gaben die Zwerge vor, Kwasir sei an seiner übermäßigen Weisheit erstickt, da sie ihm keiner wegfragen konnte
Läding
Die ersten Fesseln, mit denen man versuchte den Fenrir zu fesseln
Laufey
(auch Nal) Sie ist die Gattin des Riesen Farbauti und die Mutter von Loki
Lèttfeti
Eines der Asenpferde
Lidskjalf
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben
Lif
Die Frau des Menschenpaares, die sich während des Surtbrandes beim Ragnaröck in dem Gehölz Hoddmimir versteckten und somit den Weltuntergang überleben. Der Mann heißt Lifthrasir und von ihnen stammen alle folgenden Menschengeschlechter ab, die auf der neuen emporgestiegenen Erde wohnen
Lifthrasir
Der Man des Menschenpaares, die sich während des Surtbrandes beim Ragnaröck in dem Gehölz Hoddmimir versteckten und somit den Weltuntergang überleben. Die Frau heißt Lif und von ihnen stammen alle folgenden Menschengeschlechter ab, die auf der neuen emporgestiegenen Erde wohnen
Lit
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben
Lofn
Eine der Asinnen. Sie hat von Odin die Gabe erhalten, zwei Liebende miteinender zu verbinden, egal wie hoch die Hindernisse dafür sind. Sie versöhnt auch entzweite Paare und gilt als die Göttin ehelicher Liebe und Eintracht
Logi
Er ist der elementare Feuergott. Er ist ein Bruder von Ägir und Kar
Loki
Er ist ein Sohn des Riesen Farbauti und Laufey, der Bruder von Helblindi und Byleist. Seine Gattin ist Sigyn mit der er zwei Söhne Narfi und Wali zeugte. Mit der Riesin Angrboda zeugte er drei Monster: den Wolf Fenrir, die Midgardschlange und Hel. In Gestalt einer Stute hat er Svadilfari verführt und das berühmteste Asenpferd Sleipnir geboren. Er hat Schuhe, mit denen er über Luft und Meer eilen kann. Loki ist schön vom Ansehen, doch böse von der Gemütsart. Er stiftet den blinden Höd zum Mord an Balder an und verhindert als Riesin Thökk, dass Balder aus der Unterwelt wieder frei kommt und er schneidet der Schöngelockten Sif die Haare ab. Ein anderes Mal stiehlt er für Odin den Brisingamen von Freyja, lässt die Schwarzalben goldenes Haar für Sif anfertigen und hilft Thor gegen den Riesen Thrym. Loki ist zugleich der wertvollste Freund und Helfer der Götter und ihr ärgster Feind. Beim Ragnaröck führt er Fenrir und die Riesen gegen die Asen heran. Er stirbt im Kampf gegen Heimdall, den er ebenfalls tödlich verletzt
Lyngwi
Insel, auf dem der Fenrir gefesselt am Band Gleipnir liegt
Magni
Er ist der Sohn von Thors und der Riesin Jarnsaxa und der Bruder von Modi. Sie beide erben zusammen Mjöllnir und Überleben den Weltuntergang (Ragnaröck)
Mani
Der personifizierte Mond: Er ist der Sohn von Mundelfari, der Bruder der Sol (Sonne). Die Geschwister wurden den Göttern geraubt und an den Himmel „Strafversetzt“. Mani reguliert die Mondphasen mit Hilfe von Bil und Hjuki, sowie auch zweier Zwerge Nyi und Nidi. Sein Mondwagen wird ständig von dem Wolf Hati verfolgt, wenn er ihm zu Nahe kommt, gibt es eine Mondfinsternis. Beim Ragnaröck wird Mani von dem Wolf verschlungen
Megingjardar
Der Kraftgürtel Thors, der seine Asenkraft verdoppelt
Midgard
Die von den Menschen bewohnte Erde und eine der neun Welten
Midgardschlange
Es ist ein gewaltiges Meeresungeheuer, welches sich im Weltmeer rings um Midgard legt, so dass es das Ende seines Schwanzes im Mund hat. Wenn die Midgardschlange trinkt, so tritt Ebbe ein, gibt sie das Wasser wieder von sich, so entsteht Flut. Wenn sie sich im Wasser wälzt, verursachen ihre Bewegungen gewaltige Sturmfluten. Ihre Geschwister sind Fenrir und Hel, alle drei Kinder von Loki und der Riesin Angrboda. Beim Ragnaröck rast sie im Riesenzorn, peitscht die Wellen und reißt das Schiff Naglfar los. Thor kann sie zwar mit seinem Hammer töten, doch er selbst erstickt an ihrem Gifthauch
Mimir
Einer der Riesen, der mit den Asen und besonders mit Odin befreundet ist. Er ist der Hüter des Mimisbrunnen und gilt als besonders weise, da er jeden Morgen aus dem Quell der Weisheit trinkt. Als Mimir von den Wanen, die sich hintergangen fühlten, getötet wird, schicken diese den abgeschlagenen Kopf an Odin. Odin balsamiert ihn ein, spricht einen Zauber darüber und behält ihn als Ratgeber
Mimisbrunnen
Brunnen, der an jener Wurzel der Esche Yggdrasil liegt, die bis in das Gebiet der Reifriesen hinabreicht. Er ist Odins Quell zur Weisheit, aus dem er jeden Morgen trinkt. Dafür hat er sein Auge zum Pfand gegeben
Miskorblindi
Vater des Meeresriesen Ägir
Mist
Eine der Walküren
Mjöllnir
Der berühmter Hammer des Thor, der nie sein Ziel verfehlt und nach jedem Wurf in Thors Hand zurückkehrt. Der Hammer zeigt sich in Blitz und Donner
Modgud
Eine Riesenmagd, die an der Brücke über den Fluss Gjöll Wache hält. Über diese Brücke Gjallerbru führt der einzige Weg zum Totenreich Hel
Modi
Er ist der Sohn von Thors und der Riesin Jarnsaxa und der Bruder von Magni. Sie beide erben zusammen Mjöllnir und Überleben den Weltuntergang (Ragnaröck)
Modsognir
Einer der Zwerge bzw. Schwarzalben
Moin
Eine der Schlangen, die an den Wurzeln Yggdrasils nagen
Munin
Das Gedächtnis. Einer der beiden sprechenden Raben Odins, die täglich ausfliegen, um ihm zu berichten, was sie gesehen und gehört haben. Der andere heißt Hugin
Muspelheim
(auch Muspell) Die südliche, ganz in Flammen stehende Welt, aus deren Funken die Götter die Gestirne schufen. Es ist der Gegenpol zum nördlichen Nilfheim und begrenzt den leeren Raum Ginnungagap. Durch die Eisschmelze, die sich in der Mitte zwischen den Polen ergab, haben sich die ersten Lebewesen Ymir und Audhumla gebildet. In Muspell leben die Feuerriesen. Als ihr Anführer gilt Surt, ein Grenzwächter, der in den Ragnaröck mit Schwert und Feuer die ganze Welt überzieht. Es ist eine der neun Welten
Myrkwid
Der Grenzwald, durch den beim Ragnaröck die Feuerriesen unter Surts Führung zum Kampf gegen die Asen reiten
Nagalfar
Ein aus den Nägeln der Verstorbenen erbautes, riesengroßes Totenschiff. Beim Ragnaröck wird es von der Midgardschlange aus seinem Ankerplatz gerissen. Mit Loki als Steuermann bringt es die Feuer- und Reifriesen nach Asgard zum Kampf gegen die Asen
Naglfari
Der erste Mann von Nott. Gemeinsam zeugten sie Aud
Nanna
Sie ist die Gattin von Balder, die Tochter von Nökkvi und die Mutter von Forseti. Aus Schmerz über den Tod ihres Gatten, stirbt sie bei seinem Leichenbegängnis und wird mit ihm zusammen auf dem Schiff Hringhorni feuerbestattet
Narfi
Er ist der Sohn von Loki und Sigyn. Die Götter ließen ihn von seinem Bruder Wali, den sie in einen Wolf verwandelt haben, in Stücke reißen, um aus den Gedärmen Loki fest anbinden zu können
Nebelheim
siehe Nilfheim
Niddhögg
Eine gewaltige Schlange, die fortwährend an einer der Wurzeln Yggdrasils nagt
Nidi
Einer der beiden Zwerge, die Mani begleiten und ihm zusammen mit den Kindern Bil und Hjuki helfen, die Mondphasen zu regulieren. Der andere Zwerg heißt Nyi
Nilfheim
(auch Nebelheim) Die nördliche Polarwelt. Es ist der Gegenpol zum südlichen Muspelheim. Hier herrschen Kälte und Todesdunkel und aus dem Brunnen Hwergelmir ergießen sich die Eisströme. Nilfheim liegt nördlich des leeren Raumes Ginnungagap. Es bildet die neunte Welt, die von der Todesgöttin Hel beherrscht wird (Niflhel)
Niflhel
(auch Nebelhel) Das unterirdische Reich der Todesgöttin Hel. Ein Ort der Dunkelheit und der Strafen. Es ist eine der neun Welten
Njörd
Einer der Asen aus dem Geschlecht der Wanen. Zusammen mit seiner Schwester zeugt er den Freyr und die Freya. Später wird Skadi seine Gattin. Skadi und Njörd konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Wohnsitz einigen: Skadi war die Berge gewohnt, Njörd war mit dem Meer verbunden. Abwechselnd alle neun Tage wohnten sie in Noatun und in Thryheim, bis sie sich ganz dorthin verzog, um zu jagen und Ski zu fahren. Njörd zählt zu den Meersesgottheiten, er gebietet über Wind, Meer und Feuer. Man ruft ihn für die Seefahrt und den guten Fang an. Nach Ragnaröck wird Njörd zu den Wanen zurückkehren
Noatun
Wohnsitz des Gottes Njörd
Nökkvi
Sie ist die Mutter von Nanna, der Gattin von Balder
Nörfi
Einer der Riesen. Er ist der Vater von Nott und somit Großvater des Dag
Nordi
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben, die die vier Himmelsrichtungen repräsentieren. Jeder von ihnen soll an einem Ende der Welt die Schädeldecke von Ymir tragen, aus denen die Asen einst das Gewölbe des Himmels erbauten. Die anderen heißen Austri, Sudri und Vesti
Nornen
Höhere Wesen, die das Geschick der Menschen und Götter vorausbestimmen. Sie werden auch Schicksalsfrauen genannt und leben in der Nähe des Urdbrunnen am Fuße der Esche Yggdrasil. Sie heißen Urd (Vergangenheit), Werdani (Gegenwart) und Skuld (Zukunft)
Nott
Sie ist die personifizierte Nacht. Sie ist die Tochter des Riesen Nörfi und von Natur schwarz. Sie hat drei Kinder, die alle aus verschiedenen Ehen stammen: den Aud (Stoff), die Jörd (Erde) und den Dag (Tag). Ihr Pferd heißt Hrimfaxi (Reifmähne) und sie fährt damit ihrem Sohn Dag und seinem Pferd Skinfaxi (Leuchtmähne, jedes Mal voraus
Nyi
Einer der beiden Zwerge, die Mani begleiten und ihm zusammen mit den Kindern Bil und Hjuki helfen, die Mondphasen zu regulieren. Der andere Zwerg heißt Nidi
Od
Er ist der Gatte der Liebesgöttin Freyja, mit der er zwei Töchter zeugte Hnoss und Gersemi. Er verließ allerdings die drei und zog in ferne Länder
Odin
(auch Wodan) Er ist der Gott des Krieges, des Wissens und der Weisheit. Er ist Magier, Seher, Heiler, Dichter und Entdecker der Runen. Er zeigt sich in der Kraft von Wind und Sturm, im Rauschen der Wälder und in allem, was geheimnisvoll mächtig ist. Er gilt als Allvater, weil er der Vater der Götter ist. Er kennt und erfüllt das Schicksal der Menschen, daher ist er auch der Gott des Todes, der unser aller Schicksal ist, der Führer der Totengeister und der Beherrscher des Krieges. Er ist der Sohn der Riesen Bor und Bestla, seine Brüder sind Wili und We und seine Gattin ist Frigg, mit der er Balder, Bragi, Hermod und Höd zeugte. Mit der Riesin Grid zeugte er den Sohn Widar und mit der Riesin Rind den Sohn Wali, die dazu bestimmt sind, den Tod ihres Vaters beim Ragnaröck zu sühnen. Mit der Göttin Fjörgyn zeugte er den Sohn Thor. Odin ist von schöner, eindrucksvoller Gestalt, aber er besitzt nur noch ein Auge, da er das andere opferte, um aus der Quelle des Mimisbrunnen Weisheit trinken zu können. Wenn er in seinem blauen Mantel gekleidet durch die Welt wanderte, verbarg er sein leeres Auge unter einem breitkrempigen Hut. Odin holt alle mutigen Krieger nach ihrem Tod in der Schlacht zu sich nach Walhalla. Dort teilt er sich die Gefallenen mit Freyja. Um über alles in der Welt informiert zu sein, fliegen seine zwei schwarzen Raben Hugin und Munin täglich hinaus, um überall auf der Welt Informationen zu sammeln, die sie ihm dann berichten. Seine beiden Wölfe Geri und Freki sind als Totentiere des Schlachtfeldes seine ständigen Begleiter.
Seine größten Schätze sind sein achtbeiniges Ross Sleipnir, sein Speer Gungnir, der nie sein Ziel verfehlt und sein kostbarer goldener Ring Draupnir. Von seinem Hochsitz Hlidskjalf im Saal Walaskjalf überblickt Odin die ganze Welt
Ofnir
Eine der Schlangen, die an den Wurzeln Yggdrasils nagt
Ölwaldi
(auch Alwaldi) Einer der Riesen
Ragnaröck
Es ist der Weltuntergang, der Endkampf zwischen Asen und den Riesen mit ihren Verbündeten. Anwachsen der Dämonenbrut, Sonnenfinsternis, Fimbulwinter,… sind Vorzeichen, die Ragnaröck ankündigen. Heimdall mit seinem Gjallarhorn und der Höllenhund Garm mit seinem Geheul signalisieren den Beginn des Weltunterganges, der Weltenbaum erzittert, das Totenschiff Naglfar kommt vom Anker los und das Dämonenheer rückt den Göttern in Asgard zuleibe. In Zweikämpfen unterliegt Odin den Wolf Fenrir und Freyr dem Feuerriesen Surt. Gegenseitig töten sich Thor und die Midgardschlange, Heimdall und Loki, Tyr und der Höllenhund Garm. Auf den Tod der Götter folgt die Vernichtung des Kosmos. Es entsteht eine neue Welt
Ran
Riesiges Meeresweib und Gattin des Meeresgottes Ägir. Mit ihm zusammen hat sie neun Töchter, die den Gott Heimdall gebaren. Ran hat ein Netz, mit dem sie Schiffbrüchige und Ertrunkene im Meer fängt. Ran herrscht über ein besonderes, von der Hel getrenntes Totenreich
Randgrid
Eine der Walküren
Ratatosk
Ein Eichhörnchen, welches ständig an Yggdrasil hinauf und hinunter klettert. Er trägt dem Adler oben und Niddhögg unten zu, was der eine über den anderen sagt und sät dadurch Zwietracht
Reginleif
Eine der Walküren
Reifriesen
(auch Frostriesen) Eines sich von Ymir ableitendes Riesengeschlecht. Sie leben unter einer der drei Wurzeln Yggdrasils
Riesen
Menschenähnliche Dämonen von roher Kraft und übermäßigem Wuchs. Beim Ragnaröck treten alle Riesengeschlechter: Bergriesen, Feuerriesen, Reifriesen, Stein- und Wasserriesen gegen die Götter an; Asen und Riesen vernichten sich dabei gegenseitig
Riesenheim
siehe Jötunheim
Rind
Eine der Riesinnen mit der Odin zusammen Wali zeugt
Röskwa
Sie ist die Schwester von Thjalfi
Rota
Eine der drei Walküren, die den in der Schlacht kämpfenden Kriegern voranreitet
Sährimnir
Er ist der Eber in Walhalla, dessen Fleisch und Speck vom Koch Andhrimnir für die Einherjer zubereitet werden. Wenn alles verzehrt ist, wird Sährimnir wieder lebendig, um jeden Tag aufs Neue geschlachtet und gegessen zu werden
Saga
Eine der Asinnen. Ihr Wohnsitz ist Sökkvabekk, wo sie mit Odin täglich aus goldenen Bechern den Trank der Unsterblichkeit trinkt
Sangrid
Eine der Walküren
Seid
Ein den schamanischen Seancen vergleichbares Zauberverfahren mit erhitzten Tiegeln, in denen vermutlich eine Mischung von Kräutern, Wurzeln,… gesiedet wurde. Es ist eine Kunst, die den Wanen zugeschrieben wurde. Freyja brachte sie zu den Asen und lehrte sie darin. Besonders Odin gilt als seidrkundig, er kann dadurch die Zukunft voraussagen
Sessrumnir
Eine Halle in Folkwang, in der Freyja ihre toten Schützlinge versammelt. Ihr steht die Hälfte der auf der Walstatt Gefallenen zu, die andere Hälfte der Einherjer dem Totengott Odin
Sidgrani
Einer der Beinamen Odins. Es bedeutet: der mit dem langen Schnauzbart
Sif
Sie ist die Gattin von Thor, mit dem sie eine Tochter Thrud und einen Sohn Lorride zeugte. Aus ihrer ersten Ehe hat sie einen weiteren Sohn Ull. Sif ist berühmt wegen ihres schönen Haares. Loki schnitt es ihr ab, worauf Thor drohte, ihm alle Knochen zu brechen, wenn er nicht goldenes Haar zum Ersatz beschaffen würde. Daraufhin fertigten Iwaldis Söhne Goldhaar an und von dieser Zeit an, wächst Sifs Haar wieder
Sigyn
Sie ist die Gattin von Loki
Silfrintopp
Eines der Asenpferde
Sinir
Eines der Asenpferde
Sinmara
Eine der Riesinnen. Sie will mit Surt in die Märchenburg des Fjölswinnliedes eindringen, aber der Hahn Widofnir hindert sie daran
Sjöfn
Eine der Asinnen. Sie ist die Göttin des Liebesverlangens und hinter Freyja die zweite Göttin der Liebe
Skadi
Tochter des Riesen Thjazi und die Gattin Njörds. Sie ist die Stiefmutter von Freyr und Freja. Sie kam ursprünglich nach Asgard, um den Tod ihres Vaters zu rächen. Dann aber schloss sie mit den Asen einen Vergleich, wonach sie den Mann mit den schönsten Füßen erwählen konnte, nicht jedoch Balder war es, wie sie geglaubt hatte, sondern Njörd. Skadi und Njörd konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Wohnsitz einigen: Skadi war die Berge gewohnt, Njörd war mit dem Meer verbunden. Abwechselnd alle neun Tage wohnten sie in Noatun und in Thryheim, bis sie sich ganz dorthin verzog, um zu jagen und Ski zu fahren. Skadis Entfremdung von Njörd mündet in einer neuen Ehe mit Odin. Den Schimpf, den ihr Loki einst angetan hat, rächt Skadi, indem sie den Gefesselten mit einer Giftschlange foltert
Skaldenmet
Es ist ein zauber- und Dichtermet. Es besteht aus dem Blut des Kwasir, einem durch seine Klugheit ausgezeichnetes Menschenwesen. Die beiden Zwerge Fjalar und Galar töteten Kwasir und haben aus seinem Blut den Skaldenmet hergestellt. Odin hat diesen Trank für die Asen und Menschen beschafft
Skeggjöld
Eine der Walküren
Skeidbrimir
Eines der Asenpferde
Skidbladnbir
Schiff des Freyr
Skinfaxi
Die Leuchtmähne. Pferd von Dag. Es erhellt den Kosmos
Skirnir
Diener und Vertrauter von Freyr. Er ging für ihn auf Brautwerbung, um die schöne Gerd für ihn zu gewinnen
Skögul
Eine der Walküren
Sköll
Der Wolf, die Sonne Sol verfolgt, um ihn zu verschlingen. Er und Hati, den Verfolger des Mondes, wurden von Fenrir und der Riesin Gyge gezeugt. Im Ragnaröck verschlingt Fenrir die Sonne – oder aber, nach Wöluspa, sie stürzt ins Meer
Skuld
Die jüngste der drei Nornen. Sie verkörpert alles Kommende. Außerdem ist sie eine der drei Walküren, die den in der Schlacht kämpfenden Kriegern voranreitet.
Skrymir: Einer der Riesen, in dessen Handschuh Thor versehentlich übernachtet hat, als er ostwärts gegen die Riesen zog
Sleipnir
Der achtbeinige graue Schimmel von Odin. Es ist das schnellste der Asenpferde
Snotra
Göttin der Klugheit und des feinen Benehmens
Sökkvabekk
Wohnsitz der Göttin Saga
Sol
Die personifizierte Sonne: Sie ist die Tochter von Mundelfari, die Schwester des Mani (Mond) und die Gattin des Glen (Glanz).Die Geschwister wurden den Göttern geraubt und an den Himmel „Strafversetzt“. Den Sonnenwagen der Sol, aus Muspelheim Funken geschaffen, ziehen die Pferde Alswinn und Arwakr, verfolgt von dem Wolf Sköll. Beim Ragnaröck wird Fenrir die Sonne verschlingen, aber zuvor hat sie eine ihr gleiche Tochter geboren
Sudri
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben, die die vier Himmelsrichtungen repräsentieren. Jeder von ihnen soll an einem Ende der Welt die Schädeldecke von Ymir tragen, aus denen die Asen einst das Gewölbe des Himmels erbauten. Die anderen heißen Nordi, Austri und Vesti
Surt
Einer der Feuerriesen
Suttung
Er ist der Sohn des Riesen Gilling und Vater der Gunnlöd, die er den kostbaren Skaldenmet hinter einem Berg bewachen lässt. Als Odin der Gunnlöd dennoch den Met ablistet, verfolgt er den adlergestaltigen Odin, ebenfalls als Adler. Über Asgard jedoch stürzt er brennend ab
Svallin
Das Schild der Sol, das sie vor sich hält, damit Berge und Meer nicht verbrennen
Svartalfaheim
(auch Schwarzalbenheim) Wohnsitz der Dunkelalben und eine der neun Welten
Swafnir
Eine der Schlangen, die an der Wurzel Yggdrasils nagen
Swarthöfdi
Stammvater aller seidrkundigen Zauberer
Swipul
Eine der Walküren
Tanngnjost
Einer der Böcke, die an Thors Wagen vorgespannt sind. Der andere heißt Tanngrisnir
Tanngrisnir
Einer der Böcke, die an Thors Wagen vorgespannt sind. Der andere heißt Tanngnjost
Thjalfi
Einer der Frostriesen
Thökk
Eine der Riesinnen. Sie ist das einzige Lebewesen, welches sich weigert Balder aus der Hel zu weinen. Sie soll kein anderer als Loki selbst gewesen sein, der dadurch erreichte, das Balder bis zum Ragnaröck in der Totenwelt bleiben musste
Thor
(auch Donar) Er ist der Stärkste aller Götter und Menschen. Er ist der Gewitter- und Wettergott bei den Seefahrern, der Fruchtbarkeitsgott bei den Bauern und der große Beschützer Midgards. Thor ist der Sohn von Odin und Fjörgyn, der personifizierten Erde. Seine Gattin ist Sif mit der er zusammen zwei Söhne Magni und Modi und einen Stiefsohn Ull hat. Sein Wohnsitz heißt Thrudheim und der geräumige Saal darin Bilskinir.Sein Wagen wird von den beiden Böcken Tanngnjost und Tanngrisnir gezogen. Er besitzt drei Kleinode: seinen Hammer Mjöllnir, den Kraftgürtel Megingjardar und die Eisenhandschuhe. Diese Waffen leisten ihm unschätzbare Dienste im Kampf gegen Riesen und Trolle auf seinen Reisen nach Jötunheim. Beim Ragnaröck tötet er die Midgardschlange, geht aber zugleich an ihr zugrunde
Thrud
Eine der Walküren
Thrudgelmir
Einer der ältesten Riesen
Thrudheim
(auch Thrudwang) Wohnsitz des Gottes Thor
Thrym
König der Riesen
Thrymheim
Wohnsitz der Göttin Skadi
Thund
Ein Fluss der Walhalla umströmt. Er muss von den Einherjern mühsam überquert werden
Thursenheim
siehe Jötunheim
Tyr
Ursprünglich Gott des Krieges und des Zweikampfes. Er steht für den Schlachtensieg. Er gilt als der Sohn von Odin und Frigg. Er musste Fenrir zum Pfand seine rechte Hand in den Rachen stecken und dieser biss sie ab. Seitdem heißt er der Einhändige. Tyr zieht zusammen mit Thor zu Hymir. Beim Ragnaröck töten sich Tyr und Garm (Höllenhund) gegenseitig
Ulfrun
Tochter von Ran und eine der neun Mütter Heimdalls
Ull
Einer der Asen. Er ist der Sohn von Sif und der Stiefsohn von Thor. Sein Wohnsitz ist Ydalir. Er ist ein trefflicher Schütze mit Bögen aus Eibenholz und geübter Skiläufer. Mitunter wird er als Gott des Winters verehrt. Im Zweikampf hilft es, ihn anzurufen
Uni
Einer der Zwerge bzw. Schwarzalben
Urd
Eine der drei Nornen. Sie ist die Älteste und wird als das Vergangene gedeutet
Urdbrunnen
Wohnsitz der drei Nornen am Fuße Yggdrasils. Die Nornen begießen täglich mit seinem Wasser den Weltenbaum
Uri
Einer der Zwerge bzw. Schwarzalben
Utgard
Es ist die Region der Riesen, die außerhalb von Midgard und nördlich bzw. nordöstlich von Asgard liegt
Utgard-Loki
Einer der Riesen. Er gilt als besonders schlau
Vestri
Einer der Zwerge bzw. Dunkelalben, die die vier Himmelsrichtungen repräsentieren. Jeder von ihnen soll an einem Ende der Welt die Schädeldecke von Ymir tragen, aus denen die Asen einst das Gewölbe des Himmels erbauten. Die anderen heißen Nordi, Sudri und Austri
Wafthrudnir
Einer der Riesen
Walaskjalf
Einer der Wohnsitze Odins
Walhalla
Es ist die berühmteste Halle von Asgard. Es ist die Halle, der auf der Walstatt Gefallenen. Hier empfängt Odin die ihm von den Walküren zugeführten Einherjer und sie feiern Trinkgelage und lassen sich von den Walküren bewirten. Walhalla ist ein Teil von Gladsheim. Die Halle ist mit Schilden gedeckt und sie hat 540 Pforten, bei der durch jede 800 Einherjer auf einmal hindurchgehen können
Wali
Er ist der Sohn von Odin und der Riesin Rind. Er tötet aus Rache für Balders Tot dessen Mörder Höd. Er ist tapfer im Streit und ein vorzüglicher Schütze. Er überlebt Ragnaröck und herrscht zusammen mit Balder und Höd in der neuen Welt
Walküren
Bedeutet Totenwählerin. Angetan mit Schild und Speer, mit Helm und Brünne reiten sie auf schnellen Rossen durch die Luft. Sie sind die Gehilfinnen Odins in jeder Schlacht. Sie verleihen Sieg, sie kiesen Wal und sie bewirten in Walhalla die Einherjer. Ihr Wohnsitz ist Wingolf. Die drei Walküren Gudrun, Rota und Skuld reiten in der Schlacht den Kämpfenden voran. Die anderen heißen: Geirahöd (Lanzenkampf); Göll (Ruferin), Göndul (Wölfin), Herfjöt (Heerfessel), Hild, Hlökk (Frohlocken), Hrist (Sturm), Mist (Nebelgrau), Randgrid, Reginleif, Sangrid, Skeggjöld, Skögul, Swipul und Thrud (Gewalt)
Walvater
Einer der Beinamen Odins
Wanen
Eine eigene Göttergruppe, die Fruchtbarkeitsgötter, mit dem Sitz in Wanenheim
Wanenheim
Wohnsitz der Wanen und eine der neun Welten
War
Eine Asin, die als Schutzgöttin von Verträgen gilt, besonders dem Gelübde zwischen Mann und Frau. Sie ist identisch mit der Göttin Wör
Wartari
Ein Zauberfaden, mit dem der Zwerg Sindri vergeblich versucht, Loki den Mund zuzunähen
Wasud
Er ist der personifizierte Winter. Er ist der Sohn des Riesen Windswal, der den strengen Winter ins Asenreich brachte. Windswal ist wiederum der Sohn von Wasud
We
Bruder von Odin
Wederfölnir
Der Habicht, der zwischen den Augen des Adlers oben auf Yggdrasil sitzt
Weltenbaum
siehe Yggdrasil
Werdani
Eine der Nornen. Sie ist die Mittlere und wird als das Gegenwärtige gedeutet
Widar
Er ist der Sohn von Odin und der Riesin Grid. Er ist sehr schweigsam und fast so stark wie Thor. Er wohnt nicht wie die anderen Asen in einem Palast, sondern in einem Waldgestrüpp. Beim Ragnaröck rächt er seinen Vater, indem er dem Fenrir den Schlund aufreißt, so dass dieser krepiert. Er wird, genau wie Wali, Ragnaröck überleben
Widblain
Der dritte Himmel, dort wo die Lichtalben wohnen und sich auch Gimble befindet
Widolf
Stammvater aller Seherinnen, Zauberinnen und Hexen
Wigrid
Die weite Ebene, auf der die letzte Schlacht beim Ragnaröck stattfindet
Widfinn
Vater der beiden Kinder Bil und Hjuki, die beide den Mond begleiten
Windheim
Wohnsitz der Seelen und eine der neun Welten
Wingolf
Wohnsitz der Asinnen und speziell der Walküren
Wili
Bruder von Odin
Wodan
siehe Odin
Ydalir
Es ist der Wohnsitz von Ull
Yggdrasil
Die heilige und immergrüne Esche, der Weltenbaum, der größte und herrlichste aller Bäume. Die drei Wurzeln Yggdrasils erstrecken sich nach drei Seiten: unter den einen wohnt Hel (Niflheim) unter den anderen wohnen die Reifriesen (Utgard) und unter der dritten die Menschen (Mitgard). Mhytische Tiere bevölkern den Weltenbaum. Viele Hirsche fressen an seinen Zweigen, ein vielwissender Adler sitzt oben im Geäst und zwischen seinen Augen der Habicht Wederfölnir, der das Wetter macht. Zwischen den Schlangendämon Niddhögg unten und dem Adler oben, flitzt das Eichhörnchen Ratatosk hin und her. Wenn Yggdrasils Stamm erzittert, ist Ragnaröck nahe
Ymir
(auch Aurgelmir ) Ein Urzeitriese und das älteste Lebewesen der Welt. Er ist der Stammvater der Reifriesen. Im Ginnungagap hat ihn die Kuh Audhumla ernährt. Er selbst pflanzte sich im Schlaf schwitzend fort. Unter seinem linken Arm wuchsen ihm ein Mann und eine Frau und seine Füße zeugten miteinander einen Sohn, den Thrudgelmir. Ymir wurde von den Göttern erschlagen. Aus seinem Fleisch machten sie die Erde, aus seinem Blut das Meer, aus seinem Schädel das Himmelgewölbe und aus seinen Augenbrauen die Verschanzung von Mitgard
Zwerge
siehe Alben