Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Samstag, 21. April 2012

Albert Schweitzer über die Weltanschauungskritik


 Albert Schweitzer über die Kulturweltanschauung
In dem nachfolgenden Auszug aus Dr. Albert Schweitzers (1875-1965) Werk „Kulturphilosophie – Verfall und Wiederaufbau der Kultur“ wird sehr deutlich beschrieben, wie eine künftige Weltanschauung aussehen muß, damit sie heilsspendend auf alle Völker ausstrahlen kann. Mit der Entwicklung und Entdeckung der Kosmoterik ist ein großer Schritt zum versöhnlichen Verständnis der Kulturen und Rassen gemacht. Es gilt nun diese Erkenntnisse zu verinnerlichen und ihre Gesetzmäßigkeiten dann auch in der äußeren Welt zu erkennen.

Was die Kosmoterik fordert ist nichts anderes als Albert Schweitzers Kulturweltanschauung.
Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Begriff „Rationalismus“ geworfen. Leider wird dieser von den meisten immer noch nicht richtig verstanden und fälschlich als stumpfer Materialismus interpretiert. Ebenso wie der Glaube nicht im Gegensatz zur Wahrheit steht, so steht der echte Rationalismus, genau wie der echte Humanismus (nicht das was heute dafür ausgegeben wird!) nicht im Gegensatz zur menschlichen Realität, sondern entspricht ihr im höchsten Maße.
Albert Schweizter:
Welche Bedingungen hat eine Weltanschauung zu erfüllen, um Kulturweltanschauung sein zu können?

Zunächst und ganz allgemein muß sie denkende Weltanschauung sein.
Nur was, aus dem Denken geboren, sich an das Denken wendet, kann eine geistige Macht für die ganze Menschheit werden. Nur was in dem Denken der Vielen wiedergedacht und dabei als Wahrheit erfaßt wird, besitzt natürlich mitteilbare und dauernde Überzeugungskraft. Nur wo fortwährend an das Bedürfnis nach denkender Weltanschauung appelliert wird, werden alle geistigen Fähigkeiten des Menschen wachgerufen.

Unsere Zeit hat fast ein ästhetisches Vorurteil gegen denkende Weltanschauung. Mehr als wir ahnen, sind wir Wirklichkeitsmenschen noch Kinder der Romantik. Was diese gegen die Aufklärung und gegen den Rationalismus vorgebracht hat, scheint uns für alle Zeiten gegen eine rein aus dem Denken sich begründen wollende Weltanschauung aktuell. Zum Voraus sehen wir in einer solchen Weltanschauung öden Intellektualismus, flache Nützlichkeitsgesinnung und seichten Optimismus zur Herrschaft kommen und die Menschheit um Genie und Enthusiasmus bringen.

In vielem, was sie gegen den Rationalismus vorgebracht hat, ist die Reaktion des beginnenden neunzehnten Jahrhunderts im Rechte gewesen. Trotzdem bleibt wahr, daß sie etwas verhöhnt und zerstört hat, das bei allen Unvollkommenheiten die größte und wertvollste Allgemeinerscheinung im Geistesleben der Menschheit war. Vom Gebildeten bis zum Ungebildeten herunter herrschte damals Glaube an das Denken und Ehrfurcht vor der Wahrheit. Schon darum steht jene Zeit höher als jede vor ihr und viel höher als die unsrige.

In keinem Falle dürfen romantische Gefühle und Phrasen unser Geschlecht abhalten, sich vorzustellen, was Vernunft eigentlich sei. Sie ist nicht dürrer Verstand, der die vielgestaltigen Regungen unseres Seelenlebens nicht aufkommen läßt, sondern der Inbegriff aller Funktionen unseres Geistes in ihrem lebendigen Zusammenwirken. In ihr halten unser Erkennen und unser Wille die geheimnisvolle Zwiesprache miteinander, die unser geistiges Wesen bestimmt. Die Weltanschauungsideen, die sie hervorbringt, schließen alles, was wir über den Sinn unserer und der Menschheit Bestimmung denken, empfinden und ahnen können in sich ein und geben unserm Dasein eine Richtung und seinen Wert. Die Begeisterung, die aus dem Denken kommt, verhält sich zu der, die aus wirren Gefühlen besteht, wie der Wind der ragenden Höhen zu dem, der zwischen Hügeln weht. Wenn wir wieder wagen, das Licht der Vernunft zu suchen, verkümmern wir nicht zu einem Geschlecht, das keines Enthusiasmus mehr fähig ist, sondern wir gelangen zu der großen und tiefen Leidenschaft der großen und tiefen Ideale. Diese werden uns so erfüllen, daß die, in denen wir jetzt leben, uns als armselige Aufregungen entschwinden werden.

Der Rationalismus ist mehr als eine zu Ausgang des achtzehnten und zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts erledigte Denkbewegung. Er ist eine notwendige Erscheinung jegliches normalen Geisteslebens. Aller wirkliche Fortschritt in der Welt ist im letzten Grunde durch Rationalismus gewirkt.
Sicherlich sind die Erkenntnisse der Periode, die man historisch als die rationalistische bezeichnet, unfertig und unbefriedigend. Aber das damals aufgestellte Prinzip, Weltanschauung auf Denken und nur auf Denken zu gründen, ist das wahre. Wenn der Baum seine ersten Früchte auch nicht zu voller Reife brachte, so bleibt er dennoch der Lebensbaum des geistigen Lebens.“ Ende des Auszugs.

 Dieser Lebensbaum hat heute in Form der Irminsul wieder seine uralte Gestalt angenommen. Sie beinhaltet den Schlüssel zum Verständnis der ewigen kosmischen Gesetze. Glaubt diesem Satz nicht, sondern setzt euch mit Kosmoterik auseinander und seht selbst! Das Paradigma des neuen Zeitalters ist nicht mehr glauben, sondern wissen! Verinnerlicht die kosmoterische Kulturweltanschauung und ihr werdet ihrer Wahrhaftigkeit überall, jeden Tag in der Welt begegnen!