Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Samstag, 20. Oktober 2012

Goseck das älteste Sonnenobservatorium der Welt


Germanische Freunde e.V.
Germanisches Sonnen-Observatorium entdeckt
Fast täglich können Archäologen in Deutschland mit neuen sensationellen Funde der Germanen aufwarten. All‘ diese Funde zeigen, daß wir vor 7.000 Jahren an der technologischen Weltspitze standen. Besonders die in den letzten Monaten entdeckten monumentalen Bauwerke, und dem damit verbundenen astronomischen Wissen, zeugen davon. Dabei werden zur Zeit gerade mal ein Prozent dieser bisher auf Luftaufnahmen entdeckten germanischen Bauwerke wissenschaftlich erforscht.

Der Grund, weshalb diese monumentalen Bauwerke erst jetzt entdeckt werden, liegt an dem ökologisch wertvollen Baumaterial Holz, welches die Germanen vor 7.000 Jahren fast ausschließlich verbauten. Dieses ist aber in den Jahrtausenden verrottet. Jetzt im Flugzeug-Zeitalter kann man diese vom Boden aus unsichtbaren Bauwerke entdecken. An der Stelle, wo einst die Holzpalisaden standen, ist die Erde besonders humusreich und Pflanzen wachsen dort besonders intensiv. Aus der Luft erkannt man so die Umrisse der germanischen Bauwerke. Nur 25 km vom Fundort der Himmelsscheibe von Nebra und 50 km von der Sternenwarte in Kyhna, haben Archäologen im sachsen-anhaltinischen Goseck das älteste Sonnen-Observatorium Europas entdeckt. Der Ausgrabungsleiter in Goseck, François Bertemes, schätzt die germanische Kultstätte auf ein Alter von mindestens 7.000 Jahren. Dies würde der Zeit der Bandkeramik entsprechen, welche zwischen Ungarn, Böhmen und Brandenburg über hundert solcher, als Kalenderbauten und Lichtzeigerinstrumente gedeuteten, Arenen schufen. „Alles deutet darauf hin, daß der neolithische Himmelskult hier seinen Ausgang nahm", weiß Bertemes vom Ursprung der astronomischen Wissenschaft zu berichten.

Die Kreisanlage von Goseck wurde bereits 1992 auf Luftbildern entdeckt, und das Landesamt für Archäologie in Halle hat diesen Fund aus Schutz vor Schwarzgräbern bis Ende letzten Monats geheim gehalten. Bertemes erklärt, daß das Bauwerk einen Durchmesser von 80 Metern besitzt. Es besteht aus einem Kreisgraben mit Holzpalisaden und drei Toren, welche „Peillinien und himmelskundliche Beziehungen" zu Sonne und Mond aufweisen.

Von der Mitte der Kreisanlage konnte durch das erste Tor exakt der Sonnenaufgang und durch das Zweite der Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende am 21. Dezember vor 7.000 Jahren beobachtet werden. Ähnlich wie die Himmelsscheibe von Nebra belegt dies die jahrtausendalte Tradition der germanischen Himmelskunde. Grund für die besondere Affinität der Germanen zum Sternenhimmel liegt in deren materiellen Ursprung auf Phaeton. Gleichzeitig sah man aber auch das Universum als Symbol der Essenz an. Der Astronomie-Experte Wolfhard Schlosser von der Ruhr-Universität Bochum bestätigt den engen astronomischen Zusammenhang der Himmelsscheibe zu der Anlage in Goseck.
Die germanische Architekten-Elite baute vor über 7.000 Jahre für ihre Priesterschaft solche monumentale Tempelanlagen. Diese waren Zentren der Heilung, Erziehung, Magie, Lebensberatung und des Wissens

Ausgrabungsleiter Bertemes fand weiterhin heraus, daß um dieser Anlage herum ein gesellschaftliches Leben mit Versammlungen und Ritualen stattfand. Der Landesarchäologe Harald Meller sieht in dem Fund von Goseck einen „Meilenstein" in der Forschung: „Wir können erstmals in die geistige und religiöse Welt der ersten Bauern Europas blicken. Bislang wußten wir nur, daß diese Menschen in langen Häusern lebten."
Die ebenfalls mindestens 7.000 Jahre alte Sternwarte bei Kyhna zeigt verblüffende Ähnlichkeit zu dem Sonnen-Observatorium in Goseck auf. Dr. Henning Haßmann vom sächsischen Landesamt bezeichnete diese im letzten Jahr als spektakulärsten Fund, den man je in Deutschland machte. Die Sternwarte bei Kyhna besteht aus zwei Doppelringen mit dem maximalen Durchmesser von 120 Metern. Sie besitzt genau ausgerichtete Tore in den vier Himmelsrichtungen: Nordost, Südost, Südwest und Nordwest. Bei der Sommersonnenwende fallen die ersten Lichtstrahlen exakt durchs Tor im Nordosten ins Zentrum.
Die Archäologen sind sich sicher, daß die Germanen zu dieser Zeit sehr spirituell ausgerichtet waren und bodenlange Gewänder aus selbst gewebten Stoffen trugen. Weiter zähmten sie Auerochsen, benutzten verziegelte Öfen und bauten Getreide an. In Europa sind etwa 200 Monumentalbauten der Germanen aus der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit bekannt. Die 20 Meter hohen Steinblöcke im englischen Stonehenge gelten als die jüngste und berühmteste dieser Anlagen. Der Doppelsteinkreis in Stonehenge soll etwa 3.000 Jahre jung sein.

Nur wenige Kilometer von GoseckNebra und Kyhna entfernt fand man in diesen Tagen in Zschernitz eine ebenfalls mindestens 7.000 Jahre alte Tonfigur. Diese wurden von den Archäologen auf den Namen Adonis von Zschernitz getauft. Der Adonis von Zschernitz ist nach Meinung der Wissenschaftler die älteste männliche Keramikfigur der Jungsteinzeit. Die Landesarchäologin Judith Delitzsch erklärte, daß man in Sachsen bisher nur weibliche Figuren aus dieser Zeit fand. Die am besten erhaltene Figur ist dabei die Venus von Zauschwitz. Dadurch, daß der Adonis von Zschernitz ein, im Verhältnis zum restlichen Körper, sehr großes Geschlechtsteil besitzt, geht man davon aus, daß in dieser Epoche auch männliche Figuren Fruchtbarkeit und Fortpflanzung thematisierten.

Auf dem Bild die germanische
Voodoo-Puppe aus Zschernitz.

Der Grund, weshalb solche Figuren meist in einem sehr fragmentierten Zustand gefunden werden, sieht der Grabungsleiter von Zschernitz Leif Steguweit darin, daß sie bei rituellen Zeromonien zerbrochen wurden. Diese magischen Praktiken erinnern stark an die heute bekannten Voodoo-Puppen der ehemaligen afrikanischen Sklaven aus Haiti.