Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!



Montag, 4. März 2013

Der Mond

Die aktuelle Mondphase am Montag, 04.03.2013 um 17:44 Uhr:

Wir haben jetzt abnehmenden Dreiviertelmond.

Derzeit sichtbare Oberfläche: 51.85 %

Das Mondalter (seit Neumond) beträgt 21.875 Tage (von 29.531 Tagen).

Der Mond befindet sich im 3. Viertel seines Zyklus.

 Der letzte Neumond war am 10.02.2013 um 20:45 Uhr (vor 21 Tagen, 20 Std., 59 Min.)
Der nächste Neumond ist am 12.03.2013 um 09:28 Uhr (in 7 Tagen, 15 Std., 44 Min.)
Der letzte Vollmond war am 25.02.2013 um 15:07 Uhr (vor 7 Tagen, 2 Std., 37 Min.)
 Der nächste Vollmond ist am 27.03.2013 um 03:50 Uhr (in 22 Tagen, 10 Std., 6 Min.)
(bezogen auf einen Standort in NRW/Deutschland)

Die nächste partielle Mondfinsternis ist am 25. April 2013.

Sichtbarkeit des Mondes
Der Mond ist zur Zeit nicht sichtbar. Er befindet sich momentan nordnordöstlich unter dem Horizont.



Mondaufgang war gestern um 22:30 Uhr im Osten, Höchstand im Süden (obere Kulmination) war heute um 04:42 Uhr, Untergang war heute um 10:54 Uhr im Westen, Tiefstand unter dem Horizont im Norden (untere Kulmination) war heute um 17:06 Uhr, Aufgang ist heute um 23:18 Uhr im Osten, Höchststand im Süden ist morgen um 05:30 Uhr, Untergang ist morgen um 11:42 Uhr im Westen, Tiefstand unter dem Horizont im Norden ist morgen um 17:54 Uhr.
Angaben zur Mondbahn
Der Mond steht derzeit im Sternzeichen Wassermann.

(Der Mond wechselt etwa alle 2,27 Tage in ein anderes Sternzeichen.)

Der Mond ist momentan absteigend (geht unter sich).

Er befindet sich augenblicklich 3.04° unterhalb der Ekliptik (Erdbahn).

(Die Bahn des Mondes ist um 5.1453889° zur Ekliptik geneigt.)
Das drakonitische Alter des Mondes beträgt: 16.343 Tage (von 27.212 Tagen).
(Durchlauf durch den "Drachenpunkt" genannten aufsteigenden Knoten der Mondbahn)
Der Mond durchlief den aufsteigenden Knoten zuletzt vor 16.343 Tagen und tut dies wieder in 10.869 Tagen. Er erreichte vor 9.54 Tagen den höchsten Punkt seiner Bahn (größte ekliptikale Nordbreite) und ist dort wieder in 17.672 Tagen. Vor 2.737 Tagen durchlief er den absteigenden Knoten und tut dies ebenfalls in 24.475 Tagen. Den tiefsten Punkt seiner Bahn (größte ekliptikale Südbreite) nahm der Mond vor 23.146 Tagen ein und erneut in 4.066 Tagen.

Entfernung des Mondes

Der Mond nähert sich gerade der Erde und befindet sich auf der erdnahen Hälfte seiner Bahn. Seine Entfernung zur Erde beträgt jetzt etwa 358977 Kilometer.



Den erdnächsten Punkt (Perigäum) in 356410 km Entfernung hatte der Mond vor 27.107 Tagen inne und erreicht ihn wieder in 0.448 Tagen. Im erdfernen Punkt (Apogäum) bei 406740 km Entfernung befand sich der Mond vor 13.329 Tagen und ist dort wieder in 14.426 Tagen.
Das anomalistische Mondalter beträgt 27.107 Tage (von 27.554 Tagen).
(Durchlauf des Mondes durch das Perigäum.)

Welchen Einfluß üben die Mondphasen auf den Menschen aus?
In magischen Ritualen können die Mondphasen durch die mit ihnen assoziierte Symbolik durchaus als Hilfsmittel dienen, das Unbewußte besser ansprechen zu können und somit zur Stimmung und damit auch zum Erfolg eines Rituals oder einer magischen Operation beitragen.

Daneben haben die Mondphasen noch einen sehr realen Einfluß auf die Welt. Durch seinen relativen Stand regelt der Mond mit seiner Gravitation nämlich die Gezeiten, denn während sich die Erde unter ihm dreht, hebt er sozusagen das Wasser durch seine Anziehungskraft auf der mondzugewandten und mondabgewandten Seite der Erde an. Dabei spielen auch die Mondphasen eine gewisse Rolle, denn bei Vollmond und Neumond steht der Mond in Opposition beziehungsweise Konjunktion zur Sonne, was durch die dabei auftretenden Gravitationskräfte häufig für Springfluten verantwortlich ist.


Aber auch hierbei ist eben die Gravitation des Mondes ausschlaggebend, und nicht etwa die Art, wie der Mond gerade leuchtet. Der Stand des Mondes dient ansonsten noch Zugvögeln und einigen Arten nachtaktiver Insekten zur Navigation.


Was den Einfluß auf das Leben selbst angeht, muß der esoterikgläubige Mensch allerdings enttäuscht werden, denn die solcherart vielfach gehörten Behauptungen sind schlicht Unsinn.


Es wird häufig postuliert, die Mondphasen hätten Einfluß auf bestimmte Aspekte des Lebens, und es wird geraten, beispielsweise nur zu bestimmten Phasen die Haare zu schneiden, Pflanzen zu setzen oder gar chirurgische Eingriffe vornehmen zu lassen usw. Selbsternannte Mondkalender zeigen die dafür richtige Zeit an. Nicht wenige Menschen glauben den Erfindungen von deren Autoren und richten sich danach.


Ferner wurde und wird oft versucht, die Mondphasen unter anderem mit Verbrechen, Selbstmorden, Verkehrsunfällen, Geisteskrankheiten, Katastrophen, Anzahl der Notrufe, Aggression, Schlafwandeln, Epilepsie, Werwölfen und der Geburtenrate in Verbindung zu bringen. Auch das englische Wort "Lunatic" (Wahnsinniger), welches auf das lateinische "Lunaticus" zurückgeht, also jemand, der aufgrund der Phasen des Mondes (lat.: Luna) an Wahnsinn leidet, ist ein Synonym für diese Versuche.


Viele hundert Studien haben zweifelsfrei belegt, daß es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mondphasen und menschlichem Verhalten definitiv nicht gibt. Allerdings treibt der Glaube an eine solche Korrelation manche Menschen dazu, solche Einflüsse scheinbar wahrzunehmen, einfach, indem er mehr darauf achtet, was bei Vollmond geschieht, ohne zu vergleichen, daß bei anderen Mondphasen dieselben Dinge passieren.


Natürlich tragen die vielen Autoren pseudowissenschaftlicher und esoterischer Werke, die damit viel Geld verdienen, zu diesem Glauben bei, und die Boulevardpresse hat auch nichts Besseres zu tun, als solche Behauptungen ständig zu wiederholen. Weil man es also einfach nur oft genug hört, glauben viele Menschen auch daran und bestärken sich gegenseitig in diesem Glauben, indem sie außerordentlich wählerisch in Bezug auf die Ergebnisse werden, denen sie in Zukunft Aufmerksamkeit schenken werden.


Wenn jemand glaubt, während eines Vollmondes komme es zu einer Steigerung der Unfallrate, wird er in Zukunft darauf achten, wenn Unfälle während eines Vollmondes geschehen, aber nicht bei anderen Mondphasen. Eine als Vorurteilsbestätigung bekannte Neigung verstärkt dann den Glauben an eine Verbindung zwischen Mondphasen und Unfällen.


Im deutschen Sprachraum erhielt die Suche nach Mondeffekten besonders im Rahmen der esoterischen "Lebenshilfe" vor allem durch das 1991 erschienene Buch "Vom richtigen Zeitpunkt" von Johanna Paungger und Thomas Poppe einen gewaltigen Aufschwung und führte zu einem Boom auf dem Mondsektor der esoterischen "Sachbücher". Einen Beleg für ihre Behauptungen bleiben sämtliche Mond-Autoren jedoch schuldig.


Keine der zahlreichen sorgfältigen Untersuchungen über die Auswirkungen der Mondphasen hat jemals etwas Konkretes ergeben, obwohl das Thema lange auch von der Wissenschaft durchaus ernstgenommen wurde. Auch die so oft zitierte "uralte Verbindung" zwischen Mond und Menstruation ist völlig haltlos, denn der Gegenbeweis hierzu wurde schon 1950 durch Goldner erbracht.


Der angebliche Zusammenhang zwischen Mensch und Mondphase ist daher bloß ein gefühlter und kein tatsächlicher. Dennoch kann man ihn sich magisch zunutze machen, doch ist es nicht die Mondphase selbst, sondern das Gefühl des Magiers für sie, welches die magischen Kräfte aus seinem Inneren unterstützt.

Ergänzend:

Der Runenkalender